Finanzierungsziele - Bertelsmann SE & Co. KGaA

Informationen rund um das internationale Medienunternehmen mit seinen Unternehmensbereichen RTL Group, Penguin Random House, Gruner + Jahr und Arvato; ausführliche Informationen für Journalisten im Pressezentrum der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie alles rund um das Thema Corporate Responsibility bei Bertelsmann.

Finanzierungsziele

  Ziel 2017 2016
Leverage Factor: Wirtschaftliche Schulden/Operating EBITDA1) ≤ 2,5 2,5 2,5
Coverage Ratio: Operating EBITDA/Finanzergebnis1) > 4,0 11,2 9,7
Eigenkapitalquote: Eigenkapital zu Konzernbilanzsumme (in Prozent) ≥ 25,0 38,5 41,6

1) Nach Modifikationen.

     

Die finanzielle Steuerung bei Bertelsmann erfolgt nach quantifizierten Finanzierungszielen, die sich an der wirtschaftlichen Verschuldung und mit abgeschwächter Bedeutung an der Kapitalstruktur orientieren. Zu den Finanzierungszielen gehört ein dynamischer Verschuldungsgrad (Leverage Factor), der den definierten Wert von 2,5 nicht überschreiten sollte. Am 31. Dezember 2017 lag der Leverage Factor mit 2,5 (31. Dezember 2016: 2,5) auf dem Niveau des Vorjahres (Erläuterungen zum Verschuldungsgrad im Abschnitt „Alternative Leistungskennzahlen“, Geschäftsbericht 2017).

Die Wirtschaftlichen Schulden erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 auf 6.213 Mio. € nach 5.913 Mio. € im Vorjahr aufgrund gestiegener Nettofinanzschulden. Diese erhöhten sich überwiegend durch die Finanzierung der Anteilsaufstockung an Penguin Random House auf 3.479 Mio. € (31. Dezember 2016: 2.625 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 reduzierten sich durch einen höheren Rechnungszinsfuß auf 1.685 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.999 Mio. €).

Ein weiteres Finanzierungsziel ist die Coverage Ratio (Zinsdeckungsgrad). Sie berechnet sich aus dem Verhältnis des für den Leverage Factor verwendeten Operating EBITDA zum Finanzergebnis und soll über einem Wert von 4 liegen. Im Berichtszeitraum lag die Coverage Ratio bei 11,2 (Vj.: 9,7). Die Eigenkapitalquote im Konzern lag mit 38,5 Prozent (31. Dezember 2016: 41,6 Prozent) weiterhin deutlich über der selbstgesetzten Mindestanforderung von 25 Prozent. Der Rückgang erklärt sich aus den Kaufpreiszahlungen für Anteilsaufstockungen an den bereits vollkonsolidierten Unternehmen Penguin Random House und SpotX sowie aus Dividendenausschüttungen an nicht beherrschende Anteilseigner, die auch die im Rahmen der Anteilsaufstockung an Penguin Random House an den Mitgesellschafter gezahlte Sonderdividende beinhaltet.