PenguinRandomHouse | London, 08.12.2016

Lesekompetenz in Großbritannien fördern

Themenbereich: Gesellschaft
Land: Großbritannien
Kategorie: Projekt

Nach Ansicht von Experten ist es in manchen Regionen Großbritanniens um die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben schlecht bestellt: Rund 35 Prozent der Erwachsenen in solchen benachteiligten Gebieten wiesen noch nicht einmal die entsprechenden Kompetenzen auf, die von einem elfjährigen Kind erwartet würden, heißt es. Im Rahmen der vom National Literacy Forum ins Leben gerufenen Initiative "Vision for Literacy Business Pledge"  haben sich nun schon im zweiten Jahr Unternehmen in Großbritannien dazu bekannt, mit verschiedenen Aktionen auf lokaler Ebene, aber auch landesweit den wachsenden Leseproblemen entgegenzuwirken. 44 hochrangige Vertreter führender Wirtschaftsunternehmen unterschrieben dazu Ende der vergangenen Woche einen offenen Brief in der vielgelesenen britischen Tageszeitung "The Telegraph" – darunter waren Tom Weldon, CEO von Penguin Random House UK, und Vicci Tatton, Human Resource Director bei Prinovis.

Die beschriebene Entwicklung macht den Arbeitgebern im Land zunehmend Sorge. Die Herausforderungen durch die fehlende Lesekompetenz könnten die britische Wirtschaft bis zum Jahr 2025 rund 32 Milliarden britische Pfund kosten, heißt es in dem Brief. Mehr als ein Drittel der Unternehmen seien unzufrieden mit den Fähigkeiten junger Menschen, und etwa vierzig Prozent hätten Schulabbrechern bereits Fördermaßnahmen angeboten. Denn nach Überzeugung der Unterzeichner könnten Unternehmen helfen, die Alphabetisierungslücke zu schließen, indem sie Kindern helfen, die für einen Job benötigten Fähigkeiten zu erwerben. Großbritannien könne es sich nicht leisten, dass eine mangelnde Lesekompetenz weiterhin die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Landes untergrabe, schließt der Brief.

"Die Wirtschaft spielt eine entscheidende Rolle"

Penguin Random House UK fördert bereits mit verschiedenen Aktionen die Lesekompetenz von Kindern, aber auch von Erwachsenen. So werden beispielsweise zum Welttag des Buches am 23. April jedes Jahres Lese-Events ausgerichtet und im Rahmen der "World Book Night" gut 20.000 Exemplare eigens zusammengestellter Bücher an Gefängnisse, Bibliotheken, Gemeinde- und Flüchtlingszentren gespendet. Mehr als 60 Mitarbeiter von Penguin Random House UK besuchen jede Woche ehrenamtlich neun Schulen in der Nähe der britischen Verlagsstandorte und lesen mit den Kindern. Zudem stellt die Verlagsgruppe über die Aktion "Read For My School" einen kostenlosen Zugang zu einer Online-Bibliothek zur Verfügung – allein in diesem Sommer haben die sieben- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen in ganz England hier mehr als 75.000 Titel gelesen.

"Die Wirtschaft spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das Alphabetisierungsniveau in ganz Großbritannien zu erhöhen, unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen", sagt Jonathan Douglas, Direktor des National Literacy Trust, der die Initiative des National Literacy Forum anführt. "Wir freuen uns, dass Penguin Random House bedeutende Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass jeder junge Mensch mit den Lesekompetenzen ausgestattet ist, die er für die Beschäftigung und ein erfolgreiches Leben braucht."