Gütersloh, 13.04.2018

„In seiner Vielfalt einzigartig“: Erfahrungsberichte aus dem „Creative Management Program“

Die fünf Trainees aus dem ersten Durchgang des „Creative Management Program“ – (von links) Mirijam Trunk, Eva Lindemann, Laura Negrelli, Felix Schweren und Marie-Fee Taube

Themenbereich: Mitarbeiter
Land: Deutschland
Kategorie: Projekt

Vor einem Jahr startete Bertelsmann in Deutschland ein bislang einzigartiges Traineeprogramm für Geisteswissenschaftler. Die insgesamt fünf Trainees des „Creative Management Program“ befinden sich zurzeit in ihrer dritten Station und blicken begeistert auf die vergangenen zwölf Monate in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen von Bertelsmann zurück. Seit Ende März können sich Universitätsabsolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften für eine neue Runde des Programms bewerben.

„Die Vielfalt des Programms ist einzigartig für mich“, erklärt Eva Lindemann. „Eine extrem aufregende und lehrreiche Zeit“, ergänzt Marie-Fee Taube. Felix Schweren meint: „Es hat bisher genau das eingehalten, was es versprochen hat.“ Das „Creative Management Program“ – das in Deutschland bislang einzigartige Traineeprogramm für Geisteswissenschaftler von Bertelsmann – feiert in diesen Tagen seinen ersten Geburtstag. Und für den Erfolg des ersten Durchgangs spricht nicht nur die Tatsache, dass das Programm kürzlich erst in die zweite Runde gestartet ist, dafür sprechen eben vor allem die Teilnehmer selbst.

Die insgesamt fünf Trainees des „Creative Management Program“ befinden sich zurzeit in ihrer dritten Station und blicken begeistert auf die vergangenen zwölf Monate in unterschiedlichen Unternehmensbereichen von Bertelsmann zurück. In dem insgesamt 20-monatigen Programm erhalten sie durch verschiedene Stationen bei der Mediengruppe RTL Deutschland, der Verlagsgruppe Random House, Gruner + Jahr, BMG und weiteren Bertelsmann-Bereichen einen vielfältigen Einblick in die Geschäfte und Branchen des Konzerns. Parallel erlangen die Trainees in begleitenden Seminaren grundlegende wirtschaftswissenschaftliche und unternehmerische Kenntnisse. Eva Lindemann und Marie-Fee Taube erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen und Eindrücken.

„Verschiedene Geschäftsmodelle, Inhalte und Persönlichkeiten“

„Wir lernen verschiedene, kreative Inhalte, Geschäftsmodelle und Unternehmenskulturen kennen, beschäftigen uns mit kaufmännischen, strategischen und inhaltlichen Fragestellungen und treffen auf interessante, sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und Arbeitsumfelder“, beschreibt Eva Lindemann das umfassende Spektrum, dem sie und die vier weiteren Trainees im Rahmen des „Creative Management Program“ begegnen.

Sie selbst hat ihre Traineestationen bislang bei Gruner + Jahr in Hamburg, bei RTL II in München und bei RTL Interactive in Köln verbracht. Bei Gruner + Jahr war die Hamburgerin in der Abteilung Digital Products eingesetzt und hat dort im Bereich Digital Business Management als Schnittstelle zwischen der Redaktion und der Vermarktung der „Barbara Digital“ mitgewirkt. Während ihrer Zeit bei RTL II war sie im Marketing, in der Vermarktung und im digitalen Produktmanagement tätig.

„Bei RTL Interactive arbeite ich momentan in der ‚Creative Kitchen‘, in der neue Video- und Social-Storytelling-Strategien und -Konzepte erarbeitet, getestet und in das Tagesgeschäft überführt werden“, berichtet Eva Lindemann über ihre aktuelle Station in Köln. „Durch die Vielfalt der Projekte und Projektteams ergeben sich spannende Synergien mit verschiedenen Bereichen und Creative Units des Hauses.“ Außerdem freut sie sich schon jetzt darauf, mit „TV Now“ im Anschluss auch den Video-on-Demand-Bereich der Mediengruppe RTL Deutschland kennenzulernen.

„Im Fokus stehen Inhalte und Menschen“

Neben all den vielseitigen Einblicken in die unterschiedlichen Unternehmensbereiche gebe es aber auch allgemeine Themen und Trends, „die sich wie ein roter Faden durch die Einsätze ziehen und jede Division vor Herausforderungen und neue Aufgaben stellen“, so Eva Lindemann – etwa „die Änderung der Mediennutzungsgewohnheiten oder der Umgang mit schnell wachsender, internationaler Konkurrenz.“ Mit Blick auf diese Herausforderungen sieht die studierte Kommunikationswissenschaftlerin aber klare Vorteile für Absolventen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften: „Wir haben uns im Rahmen unseres Studiums intensiv mit gesellschaftlichen Entwicklungen und Trends auseinandergesetzt, diese analysiert, reflektiert und somit eine Weitsicht und ein gewisses Feingefühl entwickelt. Natürlich ist auch das erlernte methodische Wissen wertvoll, ebenso wie das statistische Handwerkszeug. Im Zentrum unserer Studien standen aber vor allem Inhalte und Menschen – und damit genau der Fokus, den auch Medienunternehmen einnehmen.“

Unabhängig davon, in welchem Unternehmensbereich sie gerade tätig ist, findet Eva Lindemann vor allem eines beeindruckend: „Die aufgeschlossenen und interessierten Kollegen in allen Bereichen, die immer für einen Austausch offen sind. Und es ist ein tolles Gefühl zu erleben, dass dieser Austausch auch nach den Bereichswechseln bestehen bleibt.“

„Verschiedene Kulturen innerhalb des Bertelsmann-Universums“

Marie-Fee Taube, die an der Hochschule Osnabrück Kommunikation und Management studiert hat, erlebt das Traineeprogramm für Geisteswissenschaftler bislang ebenfalls als sehr vielseitig und durchweg positiv. „Durch die unterschiedlichen Inhalte und Anforderungen in den Bereichen, ist das Programm extrem spannend und schulend für den Weitblick. Dazu kommen die verschiedenen Unternehmenskulturen innerhalb des Bertelsmann-Universums, die uns für heterogene Arbeitsumfelder sensibilisieren“, erklärt sie.

Unerlässlich sei dabei aber eine große Offenheit seitens der Trainees, um sich in den rasch wechselnden Zyklen entsprechend schnell in neue Bereiche und Teamkonstellationen einfinden zu können. In Verbindung mit dem Rahmen des Traineeprogramms – samt Learning-Modulen, Begegnungsformaten mit dem Top-Management und der HR-Betreuung – mache dies das Programm zu einer extrem aufregenden und lehrreichen Zeit, so Marie-Fee Taube.

„Wirtschaftliche und technische Fragestellungen“

Für sie ging es im vergangenen Jahr bei der Mediengruppe RTL Deutschland in Köln los, wo sie unter anderem in der Creative Unit von Vox bei der Formatentwicklung eingebunden war und auch die Unternehmenskommunikation von IP Deutschland unterstützte.

Danach zog Marie-Fee Taube ebenfalls nach Hamburg zu den Mitarbeitern Am Baumwall weiter. „Die Zeit im Business Management bei G+J Digital Products hat mir besonders gut gefallen, da die Aufgaben dort ein bunter Blumenstrauß aus wirtschaftlichen und technischen Fragestellungen waren“, erzählt sie rückblickend. „Fragen wie ‚Woher generieren die drei großen Marken ‚Stern‘, ‚Brigitte‘ und ‚Gala‘ ihren Traffic und wo lassen sich hier Ausbaupotenziale finden?‘, der Ausbau und die Vermarktung des Millenial-Portals ‚Neon‘ sowie weitere spannende Innovationsthemen waren Inhalte meiner Station.“ Zurzeit ist sie wieder zurück in Köln und dort zum einen in der Kommunikation bei Vox und zum anderen im strategischen Marketing der Mediengruppe RTL Deutschland im Einsatz.

Den Vorteil des „Creative Management Program“ sieht Marie-Fee Taube darin, dass es Geisteswissenschaftlern einen Zugang zu beruflichen Bereichen ermögliche, bei denen sie es als Berufseinsteiger oft schwer hätten. Dabei seien alle fünf Trainees des ersten Durchgangs keinesfalls Exoten, die fachfremd an die Bereiche herangetreten seien, wie sie betont. „Wir haben alle kontinuierlich durch Praktika oder individuelle Ergänzungen im Studium wirtschaftliche Bezüge hergestellt.“

Hintergrund des „Creative Management Program“

Konkret richtet sich das „Creative Management Program“ von Bertelsmann an Master-Absolventen der Geistes-, Sozial-, Politik-, Medien-, Sprach- oder Kommunikationswissenschaften, Soziologie oder journalistischer Studiengänge. Interessenten sollten neben einem abgeschlossenen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Studium außerdem über ein ausgeprägtes wirtschaftliches Interesse und einschlägige praktische Erfahrungen in der Wirtschaft verfügen.

Der dreistufige Bewerbungsprozess – bestehend aus Onlinebewerbung, Onlinetest und Auswahltag – für die zweite Runde des Traineeprogramms ist im März gestartet. Lag der Fokus der Stationen bislang auf Deutschland, wird das Programm im zweiten Durchgang um eine Station im europäischen Ausland erweitert. Bewerbungen sind noch bis zum 13. Mai möglich, Start des Programms ist Mitte Oktober.