Gütersloh, 22.07.2019

Bertelsmann treibt Erreichung von Diversity-Zielen voran

Themenbereich: Mitarbeiter
Land: International
Kategorie: Projekt

Bertelsmann treibt die Erreichung von Diversity-Zielen voran: Bis 2021 sollen mindestens 33 Prozent der Positionen im Top- und Senior-Management aller Unternehmensbereiche mit Frauen besetzt sein. Diese Zielvorgabe hat der Bertelsmann-Vorstand verabschiedet.

Neben der Digitalisierung und Internationalisierung der Geschäfte ist auch die Vielfalt der Mitarbeiter ein wichtiger Faktor für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg von Bertelsmann. Um dem Rechnung zu tragen und die Vielfalt in den Unternehmen weltweit voranzutreiben, hat der Bertelsmann-Vorstand ein Diversity Statement verabschiedet. Eine Facette von Diversity ist dabei der Anteil von Frauen in Führungspositionen. Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Bertelsmann-Vorstand darum beschlossen, den Frauenanteil zunächst im Top- und Senior-Management in allen Unternehmensbereichen bis 2021 auf mindestens 33 Prozent zu erhöhen. Diese Ziele wurden bereits auf der Bilanzpressekonferenz Ende März angekündigt.

Diversity im Konzern zu fördern, hatte Thomas Rabe in seiner Rede auf dem Management Meeting 2019 als einen wichtigen Punkt bei der Umsetzung der neuen Essentials bezeichnet. Gemischte Teams in Bezug auf Geschlecht, Alter oder Herkunft erzielten die besten Ergebnisse und seien Voraussetzung für Perspektivenvielfalt, Kreativität und Innovation, bekräftigte auch Bertelsmann-Personalvorstand Immanuel Hermreck. Während in der gesamten Bertelsmann-Belegschaft der Anteil von Frauen und Männern bereits ausgewogen ausfalle, sei eine weitere Steigerung des Frauenanteils im Top- und Senior-Management geboten, so Rabe. Für die Erreichung dieses Ziels seien die Geschäftsführungen und Personalorganisationen aller Bereiche und Firmen verantwortlich.

Beim Thema Vielfalt schneller vorankommen

Das Group Management Committee (GMC), das den Vorstand in wichtigen Fragen der Konzernstrategie und -entwicklung und bei anderen unternehmensübergreifenden Themen berät und unterstützt, setzt sich aus 18 Mitgliedern zusammen, die aus sieben Nationen stammen. Die Altersspanne beträgt drei Jahrzehnte, und sechs Mitglieder sind weibliche Top-Führungskräfte. „In anderen Bereichen ist Bertelsmann jedoch noch zu homogen aufgestellt. Hier müssen wir alle noch mehr tun, damit wir auch beim Thema Vielfalt schneller vorankommen“, betont Hermreck.

Die neue Zielvorgabe wird im Bereich Talent Management bereits berücksichtigt. Bei den aktuellen Teilnehmern der Talent Pools konnte die Vorgabe von einem Drittel Frauen bereits vor längerem erreicht und im „Top Management Pool“ und im „Career Development Pool“ sogar übertroffen werden. „Deswegen haben wir uns nun zum Ziel gesetzt, den ‚Career Development Pool‘ zu 50 Prozent mit weiblichen Talenten zu besetzen“, erklärt Immanuel Hermreck. Vielfalt sei bei der Besetzung von Stellen ein wichtiges Kriterium. Zudem werde Bertelsmann weiter daran arbeiten, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter anzubieten, betont der Personalvorstand. Zur Erhöhung des Frauenanteils im Top- und Senior-Management tragen nach Ansicht von Experten unter anderem örtlich und zeitlich flexible Arbeitsmodelle, Förderprogramme wie Sponsoring sowie der Zugang zu relevanten Netzwerken bei – Rahmenbedingungen, die Bertelsmann-Unternehmen in verschiedener Ausprägung bereits anbieten und die ausgebaut werden sollen.