News | RTLGroup | Luxemburg, 28.08.2019

RTL Group mit Rekordumsatz in einem ersten Halbjahr

  • Umsatz der RTL Group stieg im ersten Halbjahr 2019 um 4,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, organisch um 4,6 Prozent
  • EBITA blieb nahezu stabil bei 538 Millionen Euro, trotz höherer Investitionen in Programminhalte und Streaming-Dienste
  • Konzernergebnis erhöhte sich im ersten Halbjahr um 21,0 Prozent auf 443 Millionen Euro
  • Anzahl der Abonnenten der Streaming-Dienste in Deutschland und den Niederlanden stieg um 46,2 Prozent
  • Neue Allianzen und Partnerschaften: RTL Group gestaltet die Zukunft der europäischen Fernsehindustrie
  • RTL Group aktualisiert und bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr 2019
  • Neue Dividendenpolitik beschlossen: angestrebte Ausschüttungsquote von mindestens 80 Prozent des bereinigten Nettogewinns, Auszahlung nach der Hauptversammlung

H1/2019: Rekordumsatz im ersten Halbjahr, Sprung beim Konzernergebnis

Der Umsatz der RTL Group stieg um 4,2 Prozent auf ein Rekordniveau von 3.173 Millionen Euro (H1/2018: 3.046 Millionen Euro), getrieben von Fremantle und den Digitalgeschäften. Der bereinigte Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 3.124 Millionen Euro (H1/2018: 2.988 Millionen Euro) – die höchste Wachstumsrate seit 2010.

Die Digitalumsätze der RTL Group stiegen um 21,0 Prozent auf 513 Millionen Euro (H1/2018: 424 Millionen Euro), getrieben durch Fremantle, BroadbandTV, SpotX und die Streaming-Dienste TV Now und Videoland.

Das berichtete EBITA der RTL Group blieb nahezu stabil bei 538 Millionen Euro (H1/2018: 548 Millionen Euro). Höhere Investitionen in Programminhalte und Streaming-Dienste wurden größtenteils durch signifikant höhere Gewinnbeiträge von Fremantle und der Groupe M6 kompensiert. Die berichtete EBITA-Marge lag bei 17,0 Prozent (H1/2018: 18,0 Prozent).

Das Konzernergebnis für den Berichtszeitraum stieg signifikant auf 443 Millionen Euro (H1/2018: 366 Millionen Euro), begünstigt durch Veräußerungsgewinne.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stieg um 56,6 Prozent auf 354 Millionen Euro (H1/2018: 226 Millionen Euro). Daraus resultierte eine Cash Conversion Rate von 95 Prozent (H1/2018: 77 Prozent).

Zum 30. Juni 2019 lagen die Nettofinanzschulden der RTL Group bei 739 Millionen Euro (31. Dezember 2018: 470 Millionen Euro). Am 7. Mai 2019 schüttete die RTL Group eine Schlussdividende für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 461 Millionen Euro aus (3,00 Euro pro Aktie).

Der Verwaltungsrat der RTL Group hat eine neue Dividendenpolitik beschlossen. Sie sieht eine Ausschüttungsquote von mindestens 80 Prozent des den Aktionären der RTL Group zurechenbaren bereinigten Nettogewinns vor. Die Auszahlung soll jeweils nach der Hauptversammlung erfolgen. (Bereinigt um wesentliche nicht zahlungswirksame Effekte wie z.B. Firmenwertabschreibungen.)

„Wir gestalten aktiv die Zukunft der europäischen Total-Video-Industrie.“

Statement von Thomas Rabe, Chief Executive Officer der RTL Group:

„Die RTL Group blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2019, in der sich unser Wachstum durch die Inhalte- und die Digitalgeschäfte weiter beschleunigt hat. Die operative Profitabilität blieb auf einem hohen Niveau – und das trotz deutlich höherer Investitionen in Programminhalte und Streaming-Dienste sowie Restrukturierungskosten.

Wir werden unsere Investitionen in Inhalte und Technologien weiter erhöhen. Die RTL Group ist für den aktuellen Investitionszyklus in der europäischen TV-Industrie gut positioniert: wir haben führende Marktpositionen, unsere Streaming-Dienste wachsen schnell, und unsere finanzielle Lage ist stark. Mit neuen Allianzen und Partnerschaften gestalten wir aktiv die Zukunft der europäischen Total-Video-Industrie – von der Inhalteproduktion über die Werbevermarktung bis hin zur Technologie.“

Thomas Rabe betonte, dass die RTL Group im ersten Halbjahr 2019 bei beiden Prioritäten ihrer Total-Video-Strategie wesentliche Fortschritte gemacht hat: dem Aufbau nationaler Streaming-Champions in den europäischen Ländern, in denen die RTL Group bereits starke Senderfamilien hat, sowie der Stärkung des Inhaltegeschäfts von Fremantle.

RTL Group setzt Total-Video-Strategie weiter um

  • Ende Juni 2019 verzeichnete die RTL Group 1,2 Millionen zahlende Abonnenten für ihre Streaming-Dienste in Deutschland und den Niederlanden – ein Anstieg um 46,2 Prozent im Jahresvergleich.
  • Mit dem Kauf von Frankreichs führendem Free-TV-Sender für Kinder, Gulli, sowie fünf Pay-TV-Kanälen von Lagardère, hat die Groupe M6 einen großen Schritt zur Stärkung ihrer Position in Frankreich getätigt. Der Abschluss der Transaktion wird für den 2. September 2019 erwartet. Die behördliche Genehmigung wurde im Juli erteilt.
  • Fremantle hatte mit America’s Got Talent: The Champions in den USA und der zweiten Staffel der UFA-Serie Charité in Deutschland eine sehr erfolgreiche erste Jahreshälfte 2019. Fremantle setzte zudem seinen Ausbau der Drama-Produktionen mit dem Start der zweiten Staffel von American Gods fort. Kurz nach dem Start wurde bereits eine dritte Staffel in Auftrag gegeben.
  • Die RTL Group hat mit der Zusammenführung von Divimove und United Screens Europas führendes Digitalstudio geschaffen. Getrieben durch signifikante Investitionen in Inhalte, Werbevermarktung und Technologien soll sich der Umsatz des kombinierten Unternehmens bis 2022 auf mehr als 100 Millionen Euro verdoppeln.
  • Die RTL Group hat eine neue Kreativeinheit – Format Creation Group (FC Group) – gegründet, die nicht-fiktionale Formate exklusiv für die Sender und Streaming-Dienste der RTL Group entwickeln wird.
  • Die RTL Group hat ihre Position in den schnell wachsenden Märkten von Podcasts und Audio-on-Demand mit dem Start der Audio Alliance und Audio Now in Deutschland ausgebaut. Die Groupe M6 startete in Frankreich ihre selbstproduzierten Podcasts – RTL Originals. Die ersten fünf RTL Originals generierten mehr als 2 Millionen Downloads seit ihrem Start.

Neue Allianzen und Partnerschaften eröffnen signifikante Wachstumsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette der RTL Group

  • Content: Innerhalb der neu gegründeten Bertelsmann Content Alliance arbeiten die deutschen Unternehmen der RTL Group (Mediengruppe RTL Deutschland, UFA und RTL Radio Deutschland) an mehreren Kooperationsprojekten zu Inhalten, darunter ein Themenmonat im September 2019, der sich auf Klimawandel und Umweltschutz fokussieren wird. Das Projekt wurde von der Mediengruppe RTL Deutschland initiiert und wird all ihre Sender und Plattformen einbeziehen.
  • VOD: Die Groupe M6 wird die technische Plattform für den Bezahl-Streaming-Dienst Salto entwickeln. Salto ist ein Gemeinschaftsprojekt der drei großen französischen TV-Unternehmen Groupe M6, Groupe TF1 und den öffentlich-rechtlichen Sendern von France Télévisions. Nach der kürzlich erteilten Genehmigung der französischen Wettbewerbsbehörde ist die Markteinführung von Salto für das erste Quartal 2020 geplant.
  • Werbevermarktung: Media Impact (Axel Springer/Funke) wird ab dem 1. Januar 2020 ein neuer Partner der Ad Alliance (für digitale Angebote) werden. Die Ad Alliance erreicht 99 Prozent der deutschen Bevölkerung und ist damit der klare Marktführer in Deutschland.
  • Werbevermarktung: Seit dem 1. Januar 2019 vermarktet RTL Nederland Werbung für Discovery Benelux, Fox Networks Group Benelux und Viacom International Media Networks für mindestens drei Jahre.
  • Werbevermarktung: IP Belgium wird ab dem 1. September 2019 Werbung für TF1 im französischsprechenden Teil von Belgien vermarkten.
  • Ad-Tech: Die Mediengruppe RTL Deutschland plant gemeinsam mit ProSiebenSat1 das Joint Venture „d-force“ für die Weiterentwicklung einer Demand-Side-Plattform, um damit Addressable-TV und Onlinevideo-Werbung in Deutschland voranzutreiben.
  • Daten: Die Login-Allianz European NetID Foundation, die von der Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat1 und United Internet initiiert wurde, umfasst mittlerweile rund 65 Partnerwebseiten in Deutschland.

Ausblick

RTL Group aktualisiert und bestätigt ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2019:

  • Die RTL Group erwartet für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin ein moderates Wachstum des Gesamtumsatzes (+2,5 Prozent bis +5,0 Prozent; ohne Wechselkurseffekte).
  • Die RTL Group erwartet einen moderaten Rückgang des EBITA vor Restrukturierungskosten (zwischen -2,5 Prozent und -5,0 Prozent), was auf Investitionen in Programminhalte und Streaming-Dienste zurückzuführen ist.