Fritz Langs Meisterwerk „Der müde Tod“ strahlt in neuem Glanz - Bertelsmann SE & Co. KGaA

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Pressemitteilung

Pressemitteilung | Berlin, 12.02.2016

Fritz Langs Meisterwerk „Der müde Tod“ strahlt in neuem Glanz

  • Neue Fassung des Stummfilm-Klassikers für Kino, TV, Festivals und Home Entertainment
  • Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten beim Bertelsmann-Empfang anlässlich der Berlinale-Aufführung erwartet

Wiederhergestellte Färbung, bisher verschollene Zwischentitel und neue Filmmusik: Dank einer digitalen Restaurierung erstrahlt der vor fast einem Jahrhundert entstandene Stummfilm „Der müde Tod“ von Meisterregisseur Fritz Lang wieder in neuem Glanz. Die digitale Restaurierung wurde von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung als Rechteinhaberin realisiert und vom internationalen Medienunternehmen Bertelsmann als Hauptsponsor gefördert. Sie erstreckte sich über einen Zeitraum von gut einem Jahr; vorangegangen waren Recherchen in Filmarchiven rund um die Welt. Bertelsmann und Murnau-Stiftung hatten 2014 bereits den Stummfilmklassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von Robert Wiene digital restauriert.

Die Welturaufführung der digitalen Fassung von „Der müde Tod“ mit neuer sinfonischer Filmmusik steht am heutigen Freitag im Friedrichstadt-Palast auf dem Programm der „Berlinale Classics“. Im Anschluss an die Premiere erwartet Bertelsmann zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem Empfang in seiner Berliner Repräsentanz „Unter den Linden 1“. Zugesagt haben prominente Schauspieler, Botschafter, Vertreter der Berliner Kulturszene und weitere Persönlichkeiten aus dem Stadtleben.

„Als Kreativunternehmen mit langer Filmtradition möchten wir mit der erneuten Förderung einer prominenten Filmrestaurierung deutlich machen, dass kulturhistorisch bedeutsame Werke Schutz und die Filmarchive mehr Unterstützung beim Erhalt des Filmerbes benötigen“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe, das Engagement des Konzerns. Er erinnerte daran, dass Langs frühes Meisterwerk aus dem historischen Erbe der alten Ufa stammt, der Vorläuferin der heutigen, zu Bertelsmann gehörenden Produktionsgesellschaft UFA.

„Fritz Lang hat 1921 mit ‚Der müde Tod‘ neue Maßstäbe gesetzt und ein weltweit gefeiertes Meisterwerk des Weimarer Kinos geschaffen“, betonte Ernst Szebedits, Vorsitzender der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. „Jahrzehntelang war der Film nur ein Schatten seiner selbst, denn leider ist keine kunstvoll eingefärbte Kopie aus den 1920er Jahren mehr erhalten. Daher ist es eine besondere Freude, diesen herausragenden Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in unserem 50. Jubiläumsjahr vorstellen zu können. Das ist, wie bei allen großen Restaurierungsprojekten, nur in Zusammenarbeit mit Partnern möglich. Dank der digitalen Restaurierung und der neuen Musik kann man diesen Klassiker nun in Kinos, auf Festivals oder im Home Entertainment neu erleben.“

Ab 11. März 2016 ist Fritz Langs „Der müde Tod“ in restaurierter Fassung bei der Bertelsmann-Tochter Universum Film auf DVD inklusive Bonusmaterial erhältlich.

„Der müde Tod“, kurz nach dem Ersten Weltkrieg gedreht, gilt als Reflexion auf die Traumata des Kriegsgeschehens. In ebenso düsteren wie märchenhaften Bildern wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die ihren Geliebten vom Tod zurückfordert und dabei Bewährungsproben bestehen muss. Fritz Lang avancierte mit diesem eindringlichen Werk zu einem der führenden, auch im Ausland gefeierten deutschen Regisseure.

Für die Restaurierung nutzte die Murnau-Stiftung u.a. Quellen aus dem Museum of Modern Art in New York, dem Filmmuseum München sowie dem Národní filmový archiv in Prag. Neben Bertelsmann als Hauptsponsor förderten die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Förderverein der Murnau-Stiftung das Projekt; ZDF/ARTE zeichnet für die neue Filmmusik verantwortlich: Stummfilm-Spezialist Frank Strobel dirigiert dabei das bekannte Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB); die neue Komposition stammt von Cornelius Schwehr. ARTE strahlt den restaurierten Film am 15. Februar 2016 ab
23:55 Uhr im TV-Programm aus.

Über Bertelsmann
Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen, das in rund 50 Ländern der Welt aktiv ist. Zum Konzernverbund gehören die Fernsehgruppe RTL Group, die Buchverlagsgruppe Penguin Random House, der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, der Dienstleister Arvato, die Bertelsmann Printing Group, das Musikunternehmen BMG sowie die Bertelsmann Education Group. Mit mehr als 112.000 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 16,7 Mrd. Euro. Bertelsmann steht für Kreativität und Unternehmergeist. Diese Kombination ermöglicht erstklassige Medienangebote und innovative Servicelösungen, die Kunden in aller Welt begeistern.

Über die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Die Murnau-Stiftung pflegt – als Archiv und Rechteinhaber – einen bedeutenden Teil des deutschen Filmerbes. Wichtigstes Stiftungskapital ist der einzigartige, in sich geschlossene Filmstock, der Kopien und Materialien sowie Rechte der ehemaligen Produktionsfirmen Ufa, Decla, Universum-Film, Bavaria, Terra, Tobis und Berlin-Film umfasst. Dieser kultur- und filmhistorisch herausragende Bestand – mehr als 6000 Stumm- und Tonfilme (Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Werbefilme) – reicht von Beginn der Laufbilder bis zum Anfang der 1960er Jahre. Dazu gehören Filme bedeutender Regisseure wie Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Detlef Sierck, Helmut Käutner und Friedrich Wilhelm Murnau, dem Namensgeber der Stiftung. Zu den bekanntesten Titeln zählen DAS CABINET DES DR. CALIGARI (1919/20), METROPOLIS (1927), DER BLAUE ENGEL (1929/30), DIE DREI VON DER TANKSTELLE (1930), MÜNCHHAUSEN(1942/43) und GROSSE FREIHEIT NR.7 (1943/44).