Wettbewerb um den Henri Nannen Preis 2013 startet
Zum neunten Mal schreiben Gruner + Jahr und sein Magazin „Stern“ den Henri Nannen Preis aus. Ab sofort können für diesen renommierten Journalistenpreis Print- und Online-Arbeiten vorgeschlagen werden, die 2012 in deutschsprachigen Medien erschienen sind. Dabei ist jeder – Leser, Autoren, Fotografen – aufgerufen, preiswürdige Beiträge einzureichen. Einsendeschluss ist der 3. Januar 2013. Die Verleihung des Henri Nannen Preises findet dann am 26. April 2013 in Hamburg statt.
Die mit insgesamt 35.000 Euro dotierte Auszeichnung ist in fünf Kategorien ausgeschrieben: „Reportage“, „Investigation“, „Dokumentation“, „Fotoreportage“ und „Essay“. Die Jury kann außerdem einen Sonderpreis vergeben. Der Henri Nannen Preis wird darüber hinaus für „herausragendes Eintreten für die Unabhängigkeit der Presse im In- und Ausland“ sowie für ein „publizistisches Lebenswerk“ verliehen, zu dessen bisherigen Preisträgern Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki und der Publizist Wolf Schneider gehören
Um das Auswahlverfahren zu verbreitern und zugleich die Transparenz zu erhöhen, ist die Satzung überarbeitet worden; sie ist nun auf der Webseite www.henri-nannen-preis.de einsehbar. Zudem sind Haupt- und Vorjury vergrößert und neue Juroren berufen worden. Die Zahl der Vorjuroren hat sich auf 23 erhöht – zehn von ihnen sind neu dabei –, einschließlich der auf vier Mitglieder vergrößerten Vorjury „Investigation“. Hinzu kommen die aktuellen Lehrgänge von nunmehr acht Journalistenschulen. Die Vorjuroren vertreten eine große Bandbreite von Tageszeitungen, Magazinen und elektronischen Medien.
Die Vorjuroren werden erstmals alle Texte in anonymisierter Form lesen. Ein zweiter Lese-Durchgang stellt zudem sicher, dass alle 23 Juroren gemeinsam die Auswahl der besten Texte treffen, die an die Hauptjury weitergereicht werden. Ein neuer Abstimmungsmodus für die Hauptjury stellt unter anderem sicher, dass es kein Patt-Ergebnis mehr geben wird – und auch, dass kein Juror für einen Beitrag aus seinem eigenen Medium oder Verantwortungsbereich stimmen kann.
In der Hauptjury des Henri Nannen Preises gibt es fünf neue Mitglieder: Brigitte Fehrle (Chefredakteurin „Berliner Zeitung“), Jana Hensel (stellv. Chefredakteurin „der Freitag“), Stefan Plöchinger (Chefredakteur sueddeutsche.de), Christoph Schwennicke (Chefredakteur „Cicero“) und Andreas Wolfers (Leiter der Henri-Nannen-Journalistenschule). Andreas Wolfers wird Sprecher der Hauptjury. Als Sprecherin der Vorjurys wird Bettina Gaus (Politische Korrespondentin der „taz“) beratend an den Sitzungen der Hauptjury teilnehmen.
Wie bisher gehören der Jury an: Giovanni di Lorenzo (Chefredakteur „Die Zeit“), Helmut Markwort (Herausgeber „Focus“), Nils Minkmar (Ressortleiter Feuilleton „Frankfurter Allgemeine Zeitung“), Andreas Petzold (Chefredakteur „Stern“, im jährlichen Wechsel mit seinem Kollegen Thomas Osterkorn), Jan-Eric Peters (Chefredakteur „Die Welt“-Gruppe), Richard David Precht (Autor), Ulrich Reitz (Chefredakteur „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“), Anja Reschke (Autorin und Moderatorin Panorama). Über die eingesandten Fotoarbeiten entscheidet eine dreiköpfige Sonderjury aus ausgewiesenen Fotografie-Experten.Peter-Matthias Gaede, Georg Mascolo, Felix U. Müller und Ines Pohl verlassen die Jury des Henri Nannen Preises. Die Chefredaktion des „Stern“ und der Verlag Gruner + Jahr bedanken sich für ihre Arbeit in der Jury.

