Grüne Wertschöpfungskette von Arvato
An 55 Standorten in 16 Ländern haben Bertelsmann-Unternehmen jüngst ihren „be green Day“ ausgerichtet – ein Tag, um die Mitarbeiter über die Themen Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz zu informieren und zum umweltgerechten Handeln zu motivieren. Der verantwortungsvolle Umgang mit Energie, Wasser, Rohstoffen und Flächen ist dabei nicht nur eine der zentralen Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel. Er bietet Bertelsmann-Unternehmen auch Chancen. „Es gilt, die Zukunftsmärkte für Medien- und Dienstleistungsangebote in diesem Bereich zu analysieren und mögliche Wachstumspotenziale zu identifizieren“, so Rabe. Arvato ist diesen Schritt bereits gegangen und hat ein ganzes Paket von „grünen“ Services entwickelt, die anderen Unternehmen helfen, ihre Prozesse nachhaltiger und umweltgerechter zu gestalten. Ein Geschäft mit großem Potenzial – die Nachfrage nach umweltfreundlichen Geschäftsmodellen, Dienstleistungen und Produkten wächst enorm.
Die Gründe für ein Unternehmen, verstärkt ökologische Aspekte in Entscheidungen mit einzubeziehen, liegen dabei auf der Hand. „Firmen fühlen sich immer mehr verpflichtet, verantwortlich gegenüber kommenden Generationen zu handeln“, erklärt Bernhard Lembeck, Vice President des Arvato Compentence Center Logistics & Corporate Real Estate. „Doch natürlich sehen sie auch das ökonomische Potenzial – effizientere Prozesse senken den Ressourcenverbrauch und damit auch die Kosten. Bereits kleinere Maßnahmen zeigen hier sofort Wirkung.“ Zudem wollen sich engagierte Unternehmen auf diese Weise positiv von Wettbewerbern absetzen.
Klimaneutrale Dienstleistungen für jede Branche
Mit diesem Ansinnen sind sie bei Arvato genau richtig. Denn hier bekommen sie ein Lösungspaket für eine komplette „grüne“ Wertschöpfungskette geliefert. „Wir bieten im Grunde alle Leistungen von Arvato emissionsneutral an“, führt Detlev Braun aus. „Die Palette umfasst zum Beispiel eine CO2-neutrale Printproduktion, umweltfreundliche Verpackungen für Datenträger sowie CO2-neutrale Logistik und Lagerhaltung, ‚grünes‘ Webhosting – wie etwa kürzlich die Umstellung der Arvato- und Bertelsmann-Websites – und daraus resultierend Green E-Commerce.“ Generell seien klimaneutrale Dienstleistungen jedoch in jeder Branche vorstellbar, egal ob im Finanz-, Marketing- oder Customer-Service-Bereich.
Werden sie von einem Unternehmen beauftragt, untersuchen die Arvato-Experten zunächst die Arbeitsprozesse und messen, wie viel von welchen Ressourcen dabei verbraucht wird. „Auf dieser Basis überlegen wir uns eine Reihe von Maßnahmen, die diese Verbräuche reduzieren helfen sollen“, so Bernhard Lembeck. Parallel werde eine kundenspezifische Energie- und CO2-Bilanz erstellt, die anzeige, welche in sogenannten CO2-Äquivalenten gemessenen, klimaschädlichen Emissionen aus diesen Verbräuchen resultieren. „Darüber hinaus helfen wir dem Unternehmen dabei, seine Energieversorgung auf Ökostrom umzustellen, der zum Beispiel aus Windkraftwerken stammt und gemäß dem weltweit anerkannten Renewable Energy Certificate System (RECS) zertifiziert ist“, sagt Lembeck. Gleichzeitig investiere Arvato für den Kunden in neue Anlagen für regenerative Energien.
„Der vierte Schritt ist schließlich die Neutralisierung der weiterhin unvermeidbaren CO2-Emissionen durch Kompensationszertifikate nach den Certified-Emission-Reductions- und Verified-Emission-Reductions-Gold-Standards – den einzigen Standards, die die anspruchsvollen Kriterien von WWF, UN und Kyoto-Protokoll erfüllen“, erklärt Detlev Braun. Auf diese Weise würden Umweltprojekte in Entwicklungsländern unterstützt. „Die Projekte helfen unter anderem der Bevölkerung vor Ort und fördern die Wirtschaft des jeweiligen Landes“, so Detlev Braun. Eine externe Prüfungsgesellschaft verifiziert dabei die „grünen“ Arvato-Dienstleistungen, ein Label kennzeichnet den umweltbewussten Service, zum Beispiel auf Sendungen, Rechnungen, Mailings oder Webseiten. „Nach einem Jahr stellen wir unserem Kunden ein Zertifikat über die gesamte CO2-Freistellung aus, das er auch für seine externe Kommunikation nutzen kann.“
In vielen Bereichen arbeiten verschiedene Arvato-Einheiten dabei Hand in Hand. Zum Beispiel setzt Arvato Systems eine selbst entwickelte Software ein, um CO2-Verbräuche zu analysieren. „Darin sind alle relevanten gültigen Normen und Richtlinien abgebildet“, sagt Bernd Jaschinski-Schürmann, Head of SCM Consulting bei Arvato Systems. Auf diese Weise ließen sich klimarelevante Daten zum Beispiel von Gebäuden, einem Fuhrpark oder einem Produkt berechnen. „Unsere Kunden kommen aus vielen Branchen – vom Handel bis Pharma, von Automobil bis Energiewirtschaft. Ein Schwerpunkt liegt naturgemäß auf der Logistikdienstleisterbranche, da hier insbesondere Transportunternehmen mit den ständig steigenden Anforderungen zum Klimaschutz besonders betroffen sind“, so Bernd Jaschinski-Schürmann.

