„Klimaneutrale“ Webseiten von Arvato AG und Bertelsmann AG
Um einen Webserver zu betreiben, der die Inhalte für zahlreiche Internetseiten zur Verfügung stellt, bedarf es einer Menge Strom – Strom, bei dessen Erzeugung unter anderem das klimaschädliche Gas Kohlendioxid (CO2) entsteht. Die Arvato AG und die Bertelsmann AG haben darum ihre bei verschiedenen Dienstleistern gehosteten Webseiten „klimaneutral“ gestellt, indem sie ein zertifiziertes Umweltprojekt unterstützen, das CO2 einzusparen hilft.
Die Arvato AG hat zunächst den Stromverbrauch der mehr als 30 Webseiten, die ihrem Webseitenverbundsystem angehören, gemessen. „Anschließend wurde mit Hilfe von festgelegten CO2-Emissionfaktoren eine CO2-Bilanz erstellt, die anzeigt, wie viele klimaschädliche Treibhausgasemissionen beim Betrieb der Webserver tatsächlich entstanden sind“, erklärt Sonja Groß, Marketingmanagerin bei Arvato. Die Bertelsmann AG folgte für ihre Website und für das BENET diesem Vorgehen. Die festgestellten Emissionen werden nun durch Emissionseinsparungen in einem Klimaschutzprojekt in Afrika kompensiert.
Die Wahl fiel dabei auf ein Wasseraufbereitungsprojekt in Kenia, das sowohl für ökologische Nachhaltigkeit als auch für mehr Gesundheit der vor Ort lebenden Menschen sorgt. „Für das Klima ist es nach Ansicht von Experten am effektivsten, diese Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern durchzuführen, da dort die größten Emissionseinsparungen erzielt werden können“, so Sonja Groß weiter. „Wie in zahlreichen anderen armen Regionen der Erde haben viele Menschen in Kenia kein sauberes Trinkwasser und müssen es deswegen abkochen“, erläutert die Arvato-Mitarbeiterin. Dafür bräuchten sie Brennholz, was zur Abholzung und Umweltzerstörung ganzer Regionen geführt habe. Vielerorts werde notgedrungen aber auch gleich ganz auf die Entkeimung des Trinkwassers verzichtet; häufige Krankheiten und eine erhöhte Sterblichkeit seien die zwangsläufigen Folgen.
Bei dem von der Arvato AG und der Bertelsmann AG unterstützten und von der First Climate Group zertifizierten Projekt handelt sich um eines der größten Wasseraufbereitungsprojekte Kenias, die ohne Finanzierung durch die Regierung beziehungsweise durch den öffentlichen Sektor auskommen. „Das Wasserfilterprojekt zielt darauf ab, die Kindersterblichkeit zu senken, die Gesundheitsversorgung der Mütter zu verbessern, Krankheiten zu bekämpfen und die lokale, ökologische Nachhaltigkeit zu sichern“, sagt Sonja Groß.

