„Lesespaß“-Fortbildung „Sprache wachsen lassen“

Sprache bei Kindern schon möglichst früh gezielt fördern, diese Aufgabe steht für Erzieherinnen und Grundschulkräfte immer mehr im Fokus ihrer Arbeit. Denn sie sind es, die maßgeblich Einfluss auf die späteren Bildungschancen von Kindern nehmen. Um diesen Herausforderungen besser begegnen zu können, hat die Leseförder-Initiative „Lesespaß“ von Bertelsmann AG, Stiftung Lesen und Goethe-Institut die kostenlose Fortbildung „Sprache wachsen lassen“ für Erzieherinnen und Grundschulkräfte angeboten.

Kürzlich überreichte Kursleiterin Christina Trojan vom Goethe-Institut sechs Grundschullehrerinnen und drei Erzieherinnen aus Gütersloh in der Volkshochschule ein Zertifikat, das ihnen bestätigt, erfolgreich an der Fortbildung teilgenommen zu haben. Für die Erlangung des Zertifikats hatten die Teilnehmerinnen an mehreren Online-Trainings und drei Präsenzterminen teilgenommen. Ziel des neunmonatigen Seminars war es, den Teilnehmern theoretische und praktische Grundlagen zur sprachlichen Bildungsarbeit zu vermitteln.

„Eine früh einsetzende Sprach- und Leseförderung ist der Schlüssel zur Bildung und damit auch zur gesellschaftlichen Teilhabe“, erklärte Christina Trojan. „Es ist daher besonders sinnvoll, wenn Kindergarten und Grundschule Hand in Hand arbeiten.“

Wichtiger Bestandteil der „Lesespaß“-Fortbildung war ein individuelles Praxisprojekt, das die Teilnehmerinnen jeweils in kleinen Gruppen gemeinsam in Grundschulen und Kindergärten durchführten. Inspiriert durch ein Kinderbuch begaben sich beispielsweise die Vorschulkinder des Internationalen Kinderzentrums Blankenhagen gemeinsam mit den Drittklässlern der Grundschule Blankenhagen auf die Suche nach Antworten zu Fragen wie: „Warum haben Schnecken ein Haus?“ Rund um das Projekt standen zahlreiche Aktivitäten auf dem Plan, am Ende entstand ein gemeinsam verfasstes Buch mit Antworten. „Ich bin sehr beeindruckt, was für umfangreiche und gute gemeinschaftliche Praxisprojekte im Austausch entstanden sind“, so Christina Trojan.

Auch die Teilnehmerinnen freuten sich, die Fortbildung absolviert zu haben. Gudrun Delker vom Internationalen Kinderzentrum Blankenhagen stellte fest: „Das theoretische Fundament, das mir vermittelt wurde, gibt mir nun die Möglichkeit, wirklich jedes Kind dort abzuholen, wo es sprachlich steht. Es war eine interessante, inspirierende und manchmal auch mühsame Fortbildung, durch die ich viele neue Ideen für meine tägliche Arbeit erworben habe.“

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