Kreativ: Nico Ritter tanzt Salsa und tut Gutes damit
„Beim Tanzen kann man vieles vergessen und sich einfach einmal komplett fallenlassen – das wollen wir den Leuten mitgeben, die in unsere Kurse kommen“, sagt Nico Ritter. Für ihn geht es dabei aber noch um mehr: Er möchte Salsa-Kurse anbieten und gleichzeitig etwas Gutes tun. Seit fast einem Jahr arbeitet der Arvato-Mitarbeiter mit dem Team von „Santananeta“, einer Tanzgruppe aus dem Kreis Gütersloh, zusammen, die neben Salsa auch zahlreiche andere Tänze unterrichten. Die Gruppe besteht heute aus acht Mitgliedern, von denen alle aus verschiedenen Nationen kommen: Deutschland, Spanien, Portugal, Polen, England, Griechenland, Albanien und Jamaika. 2011 lernte Ritter bei einem Salsa Festival Thomas Botello Santana, einen der Gründer von „Santananeta“, kennen. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, mit ihrem Hobby, dem Tanzen, etwas Gutes zu tun.
„Wir hatten beide Krebsfälle in der Familie und wissen, wie wichtig es in so einer Phase ist, Unterstützung zu haben und vielleicht auch Ablenkung zu finden. Darum haben wir uns überlegt, ob wir nicht etwas tun könnten, um Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, zu helfen“, erzählt Nico Ritter. Als erstes Projekt haben Nico Ritter und er die Aktion „Santananeta“ klebt gegen Krebs“ ins Leben gerufen. Durch den Kauf eines Aufklebers für den Preis von einem Euro, werden 60 Cent an die Deutsche Kinderkrebshilfe gespendet. Die Aufkleber können in den Kursen von „Santananeta“ gekauft werden oder auf den Salsa-Parties, die die Gruppe seit diesem Jahr veranstaltet. Auch ein Teil der Party-Einnahmen werden an die Krebshilfe gespendet.
Für das nächste Jahr haben Nico Ritter und „Santananeta“ eine Charity-Gala zugunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe geplant. „Wir wollen die Menschen darauf aufmerksam machen, dass es Wichtigeres gibt als Konsum und man sein Geld auch für wohltätige Zwecke einsetzen kann“, so Ritter. Auf die Frage. warum er sich insbesondere für die Kinderkrebshilfe einsetzt, erklärt der 33-Jährige: „Kinder sind unsere Hoffnung und unsere Zukunft, darum ist es uns ein Anliegen, an die Kinderkrebshilfe zu spenden.“
Bis zur Charity-Gala im nächsten Jahr möchte Nico Ritter gerne so viele Leute wie möglich in seine Tanzkurse einladen. „Jeder kann bei uns mitmachen, wir setzen keine Kenntnisse voraus, und es geht uns auch nicht um Perfektion“, sagt Ritter. „Die Leute sollen sich wohlfühlen und Spaß am Tanzen haben.“ Bei den Tanzkursen machen Leute aller Altersstufen mit, von zehn bis Ende 70. Neben den Kursen bei „Santananeta“ bietet er auch einen Salsa-Kurs im Rahmen des Bertelsmann-Sportprogramms an. Ritter selbst tanzt seit Anfang 2009 Salsa und hat bereits verschiedene Meisterschaften gewonnen, so beispielweise die Westdeutsche Meisterschaft 2010.
In der Zeit, in der Nico Ritter um die Gesundheit einer ihm sehr nahestehenden Person gebangt hat, gab ihm das Tanzen viel Kraft. „Salsa hat etwas sehr Positives und gibt Hoffnung, die wiederum erzeugt Optimismus, und den braucht man in solch schweren Situationen“, sagt Ritter. Genau diesen Optimismus möchte er gerne an andere Menschen weitergeben - und da auch das Team von „Santananeta“ dieses Ziel verfolgt, arbeitet er gerne mit der Gruppe zusammen.
Seine Kollegen bei Arvato verfolgen das Engagement von Nico Ritter mit regem Interesse. Gerne stehen sie ihm auch mit Tipps zur Seite, beispielsweise für die Gestaltung von Flyern. „Manchmal braucht man jemanden mit einer neutralen Sicht“, sagt Ritter.

