„World Press Photo of the Year“ ausgezeichnet
Das Bild einer verschleierten Jemenitin, die einen verletzten Verwandten im Arm hält, ist im Rahmen der „World Press Photo Awards 2012“ zum Pressebild des Jahres gewählt worden. Der Fotograf Samuel Aranda hatte das Bild am 15. Oktober 2011 in einer Moschee in Jemens Hauptstadt Sanaa am Rande einer Demonstration gegen den Präsidenten Ali Abdullah Salih aufgenommen. Es spreche für die Aufstände in der gesamten Region, betonte die „World Press Photo Award“-Jury am vergangenen Freitag bei einer Pressekonferenz im Rathaus von Amsterdam. „Es steht für den Jemen, Ägypten, Libyen, Syrien, für alles, was sich im Arabischen Frühling abgespielt hat.“ Zu dem Wettbewerb hatten 5.247 Fotografen aus 124 Ländern insgesamt 101.254 Bilder eingereicht. Der Award, der 2012 zum 55. Mal vergeben wird, gilt als international wichtigster Preis für Pressefotografie und als weltgrößter Wettbewerb seiner Art. Gruner + Jahr präsentiert vom 4. Mai bis zum 3. Juni auch in diesem Jahr die Deutschlandpremiere der „World Press Photo“-Ausstellung, die am 3. Mai im Rahmen einer Vernissage im G+J-Pressehaus eröffnet wird.
Unter den preisgekrönten Bildern der diesjährigen „World Press Photo Awards“ befinden sich auch Aufnahmen des deutschen Fotografen und Filmemachers Carsten Peter. Für seine Fotos vom Abstieg in die vietnamesische Höhle Son Doong, die im Beitrag „Im Bauch von Vietnam“ in Ausgabe 4/2011 von „National Geographic Deutschland“ erschienen sind, erhielt er den zweiten Platz in der Kategorie „Nature, Stories“.
„National Geographic Deutschland“ hat bereits zahlreiche Naturaufnahmen von Carsten Peters veröffentlicht: Für Heft 10/2011 fotografierte er eine Expedition in die Blue Mountains; für Ausgabe 6/2011 dokumentierte er den Nyiragongo, Afrikas gefährlichsten Vulkan. Zudem wirkte Carsten Peter als Fotograf und Autor des Buches „On Location – Die Welt der Naturfotografie“, in dem „National Geographic“ fünf der besten Naturfotografen in einem Bildband vereint. Carsten Peters wurde mehrfach prämiert: Für seine Tornadofotos wurde der Diplom-Biologe schon 2005 mit dem „World Press Photo Award“ ausgezeichnet, und erst vor kurzem – am 13. Januar – verliehen ihm die „National Geographic“-Fotografen den Titel des besten „NG“-Fotografen.

