Corporate Responsibility (5): Wie sich Heribert Sangs engagiert

Im gerade erschienenen Corporate Responsibility Report 2010/2011 erzählen fünf Bertelsmann-Kolleginnen und -Kollegen davon, wie sie ganz konkret in ihrem beruflichen Alltag die Bertelsmann-Unternehmenskultur umsetzen, warum und wie sie sich für ihr Unternehmen – und oft auch darüber hinaus – engagieren. Wir stellen Ihnen nach und nach diese Kolleginnen und Kollegen vor, die übrigens auch auf einem der fünf verschiedenen Titelbilder zu sehen sind: Je ein Porträtfoto dieser Mitarbeiter ziert jeweils eines der Cover.

Nach RTL-TVI-Moderatorin Sandrine Corman, Ceneta Lee Williams von Random House New York, und Stefan Neiske, Immissionsschutzbeauftragter bei Mohn Media in Gütersloh, berichtet diesmal Heribert Sangs, Leiter der Zentralen Bildung im Corporate Center der Bertelsmann AG, von seinen Erfahrungen mit der Motivation von Mitarbeitern.

„Als ich 1990 kündigte, war meine Mutter nahe am Herzinfarkt. ,Junge‘, sagte sie, ,das ist doch ein sicherer Job.‘ Aber es war halt nie meine Welt, mich als Berufsschullehrer ewig mit Hunderten von Vorschriften und Aufsichtsbeamten herumzuschlagen. Ich wollte etwas anpacken, Ideen in die Tat umsetzen. Da kam die Anzeige von Bertelsmann gerade recht. So sagte ich dem Studienrat auf Lebenszeit ade und übernahm nach relativ kurzer Zeit die Leitung des Bertelsmann Berufskollegs und der Ausbildungsabteilung, in denen die Verbindung von Theorie und Praxis gelebt wurde.

Heute bin ich als Leiter des Bereichs Zentrale Bildung zuständig für die kürzlich gegründete Academy, die Ausbildung, das Berufskolleg und für das Sport- und Gesundheitsprogramm. Meine Prinzipien aber haben sich nicht verändert: Wenn man von einer Sache überzeugt ist, ein Ziel vor Augen hat, braucht es Kreativität und Einsatz. Das habe ich beim Fußball gelernt: Bevor man die Arme hochreißt, fließt der Schweiß.

Aber wenn sich der Einsatz dann auszahlt, ist es ein unvergesslicher Moment. Dann erkennt man, dass sich die Mühe lohnt, und erhält so viel zurück – in Form von stolzen und erleichterten Auszubildenden und unseren Bachelor-Studenten, wenn sie die Prüfungen geschafft haben, und auch in der Form, dass sehr, sehr viele Ehemalige heute noch für Bertelsmann arbeiten. Aber auch durch das große Interesse an unseren Weiterbildungs- und Sportangeboten und nicht zuletzt durch die positiven Rückmeldungen und das große Vertrauen meiner engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürt man, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Ein Ereignis in meiner Laufbahn hat mich wirklich sehr berührt – das Musical über die Bertelsmann-Historie zum 175-jährigen Jubiläum. Unsere Azubis und Studenten hatten es selbst entwickelt und führten es auf einer großen Bühne vor über 10.000 Mitarbeitern auf – jedes Jahrzehnt mit eigenen Outfits und eigener Musik. Das sind die Augenblicke, in denen ich denke: Wenn man junge Menschen derart begeistern kann, hat man im Großen und Ganzen doch Einiges richtig gemacht.“

In der nächsten Folge stellen wir Ihnen Sandra Kathöfer, Dokumentationsredakteurin beim G+J-Magazin „Stern“, vor.

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