Corporate Responsibility (4): Wie sich Stefan Neiske engagiert

Im gerade erschienenen Corporate Responsibility Report 2010/2011 erzählen fünf Bertelsmann-Kolleginnen und -Kollegen davon, wie sie ganz konkret in ihrem beruflichen Alltag die Bertelsmann-Unternehmenskultur umsetzen, warum und wie sie sich für ihr Unternehmen – und oft auch darüber hinaus – engagieren. Wir stellen Ihnen nach und nach diese Kolleginnen und Kollegen vor, die übrigens auch auf einem der fünf verschiedenen Titelbilder zu sehen sind: Je ein Porträtfoto dieser Mitarbeiter ziert jeweils eines der Cover.

Nach RTL-TVI-Moderatorin Sandrine Corman und Ceneta Lee Williams von Random House New York berichtet diesmal Stefan Neiske, Immissionsschutzbeauftragter bei Mohn Media in Gütersloh, von seinen Erfahrungen mit dem Umweltschutz.

„Wenn das Thema Umweltschutz zur Sprache kommt, haben die meisten Menschen Bilder vor Augen, die grün sind: Wälder im Gegenlicht oder verschlungene Pfeile von Recyclingorganisationen wie dem ‚Grünen Punkt‘. Ich habe vor allem Tabellen, Zahlen und Diagramme vor Augen. Der technische Umweltschutz hat mich schon früher fasziniert. Ich will in meinem Beruf, auch wenn das etwas pathetisch klingt, dazu beitragen, die Lebensgrundlage nachfolgender Generationen zu erhalten. Dass Mohn Media als ‚Umweltorientiertes Unternehmen 2008‘ ausgezeichnet wurde, war einer der Gründe, warum ich mich 2010 dort beworben habe. Wir drucken unter anderem circa 30 Millionen Telefonbücher, eine Milliarde Mailings, 30 Millionen Farbbücher und über 600 Millionen Zeitschriften und Kataloge. Und es werden Jahr für Jahr mehr. Dennoch konnte der spezifische Verbrauch des kohlenstoffhaltigen Lösemittels Isopropylalkohol in den letzten zehn Jahren pro Druckbogen um etwa 75 Prozent reduziert werden.

Meine Motivation ist es daher nicht, bei den 25 Offset-Rotationsdruckanlagen, für die ich bei Mohn Media zuständig bin, nur die Genehmigungsauflagen und die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Ich möchte, dass wir besser werden. Deshalb überprüfen wir unsere Anlagen viel häufiger und genauer, als es das Gesetz fordert. Offenbar bin ich mit dieser Einstellung auf dem richtigen Weg, denn nach einem Jahr erhielt ich das Angebot, weitere Aufgaben im Umweltbereich zu übernehmen. So bin ich jetzt mit einem Kollegen für die Organisation der Abfallentsorgung zuständig. Außerdem absolviere ich gerade die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit und werde nach deren Abschluss auch in diesem Bereich tätig sein. Einziges Manko meines Einsatzes: Leider finde ich im Moment nicht mehr die Zeit, mich für mein Hobby – meinen Fußballverein – zu engagieren. Aber dafür können hoffentlich alle, die hier arbeiten, unversehrt nach Hause gehen.“

In der nächsten Folge stellen wir Ihnen Heribert Sangs, Leiter Zentrale Bildung im Corporate Center der Bertelsmann AG in Gütersloh, vor.

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