Corporate Responsibility (3): Wie sich Ceneta Lee Williams engagiert
Im gerade erschienenen Corporate Responsibility Report 2010/2011 erzählen fünf Bertelsmann-Kolleginnen und -Kollegen davon, wie sie ganz konkret in ihrem beruflichen Alltag die Bertelsmann-Unternehmenskultur umsetzen, warum und wie sie sich für ihr Unternehmen – und oft auch darüber hinaus – engagieren. Wir stellen Ihnen nach und nach diese Kolleginnen und Kollegen vor, die übrigens auch auf einem der fünf verschiedenen Titelbilder zu sehen sind: Je ein Porträtfoto dieser Mitarbeiter ziert jeweils eines der Cover.
Nach RTL-TVI-Moderatorin Sandrine Corman berichtet diesmal Ceneta Lee Williams, Verkaufsleiterin Erwachsenensegment bei Random House in New York, von ihren persönlichen Erfahrungen zum Thema Leseförderung.
„Wie viele meiner Kollegen lese ich einmal pro Woche während der Mittagspause eine Stunde lang Zweitklässlern einer nahe gelegenen öffentlichen Grundschule in Manhattan vor. Am Anfang sind die Kinder schüchtern. Unsere Aufgabe ist es erst einmal, dafür zu sorgen, dass sie sich entspannen und das Lesen genießen ohne Angst davor zu haben, dabei Fehler zu machen. Mein Vorlesekind und ich lesen nicht nur, wir unterhalten uns auch über Bücher. Nach der Lektüre frage ich zum Beispiel, was meine junge Freundin davon hielte, wenn wir das Ende des Buches änderten. Das scheint auf den ersten Blick eine ungeheure Anmaßung gegenüber dem Autor zu sein. Aber tatsächlich beflügelt es einfach die Fantasie der Kinder: Sofort legte meine Lesefreundin los und nutzte ihre Vorstellungskraft, um sich verschiedene Enden der Geschichte auszudenken.
Auf diese Art verstehen die Kinder, dass wir Geschichten lesen, die sich ein anderer Mensch ausdenkt, und dass die Fantasie ein großes Geschenk ist – für einen Autor, aber auch für einen selbst. Mit der Zeit fing meine Zuhörerin auch an, andere Fragen zu stellen. Was machst du? Was ist ein Verlag? Wie kommt ihr an die Bücher? Da werde auch ich manchmal nachdenklich: Ich arbeite seit 16 Jahren für Random House, und bis heute bin ich regelmäßig erstaunt über den Teamgeist, der in unserem Unternehmen herrscht, und den man wohl als Unternehmenskultur bezeichnen kann. Dazu zählen eben auch soziale Ambitionen wie das ,Everybody Wins!‘-Programm. Ich habe einige Jahre für andere Verlage gearbeitet, bevor ich bei Random House anfing. Bei Random House denken wir langfristig und haben nicht nur die Bilanz zum Jahresende im Auge, was sich eben auch bei diesem Programm zeigt.“
In der nächsten Folge stellen wir Ihnen Stefan Neiske, Immissionsschutzbeauftragter bei Mohn Media in Gütersloh, vor.

