Corporate Responsibility (2): Wie sich Sandrine Corman engagiert

Im gerade erschienenen Corporate Responsibility Report 2010/2011 erzählen fünf Bertelsmann-Kolleginnen und -Kollegen davon, wie sie ganz konkret in ihrem beruflichen Alltag die Bertelsmann-Unternehmenskultur umsetzen, warum und wie sie sich für ihr Unternehmen – und oft auch darüber hinaus – engagieren. Wir stellen Ihnen nach und nach diese Kolleginnen und Kollegen vor, die übrigens auch auf einem der fünf verschiedenen Titelbilder zu sehen sind: Je ein Porträtfoto dieser Mitarbeiter ziert jeweils eines der Cover.

Heute beginnen wir mit Sandrine Corman, Moderatorin beim belgischen RTL-Group-Fernsehsender RTL-TVI in Brüssel. Sie berichtet beispielhaft von ihrer ganz persönlichen Motivation, sich zu engagieren.

„Ich bin jetzt schon seit über zehn Jahren Moderatorin bei der Télévie-Abschlusssendung auf RTL-TVI, und das ist für mich wirklich etwas ganz Besonderes. Meine Kollegen sehen das auch so – keiner von ihnen möchte unseren jährlichen Spendenmarathon gegen Krebs und vor allem für krebskranke Kinder verpassen. Bei dieser Gelegenheit arbeiten wir alle zusammen an einer großen Sendung. Es ist einfach ein ganz besonderer Moment, der uns jedes Mal wieder von Neuem bewegt. Wir sammeln Millionen Euro an Spenden und haben das Gefühl, dass das, was wir tun, anderen auch wirklich hilft. Dabei ist es natürlich besonders toll, wenn wir Kinder aus dem vorigen Jahr wiedersehen – auch wenn es andere leider nicht schaffen, ihre Krankheit zu besiegen.

Außer der Moderation mache ich auch bei Spendenaktionen im Kontext von Oldtimerrallyes und Theaterstücken mit – dieses Jahr habe ich in dreien mitgespielt. Und ich hatte sogar die Gelegenheit, für eine Reportage ein krebskrankes Kind einen Tag lang überall hin zu begleiten. Maxine ist um die zwei Jahre alt und leidet an einem schweren Fall von Leukämie. Ich bin noch immer ganz beeindruckt von ihrem Mut. Sie muss eine sehr langwierige Chemotherapie über sich ergehen lassen, und dennoch strahlt sie eine ungeheure Willenskraft aus. Zum ersten Mal habe ich mich auch lange mit den Eltern eines krebskranken Kindes unterhalten.

Da wurde mir bewusst, wie schrecklich es sein muss, von der Krankheit des eigenen Kindes zu erfahren, und wie schwierig eine solche Situation auch langfristig für die ganze Familie sein muss. Das hat mich sehr erschüttert – schließlich bin auch ich Mutter eines vierjährigen Sohns.“

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