RTL Group wird Gründungsmitglied einer EU-Initiative zum Schutz von Kindern im Internet

Heute hat die Europäische Kommission eine neue Initiative zum Schutz und zur Stärkung von Kindern im Internet gestartet. RTL Group tritt der Koalition als Gründungsmitglied bei.

Im Juli hatte Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Kommissarin für die Digitale Agenda, die RTL Group sowie weitere Medien- und Technologieunternehmen eingeladen, an der neuzugründenden „Coalition to make the Internet a better place for kids“ (Koalition, um das Internet zu einem besseren Ort für Kinder zu machen) mitzuwirken. Gerhard Zeiler, CEO der RTL Group, akzeptierte die Einladung umgehend. Er sagte: „Unsere Sender in ganz Europa zählen auch zu den führenden Online-Akteuren in ihren Märkten. Wie wir bereits aus unserem Kerngeschäft wissen, geht mit der großen Popularität unserer Inhalte stets eine große Verantwortung einher. Für unsere Fernseh- und Radioprogramme – und ebenso für unsere Onlinedienste – ist es wichtig, positive und pädagogisch wertvolle Botschaften zu vermitteln.“ Zeiler betonte auch, dass die RTL Group das erklärte Ziel der Kommissarin unterstützt, ein einheitliches Regelwerk für die digitale Welt zu erarbeiten, inbesondere vor dem Hintergrund, dass „Fernsehen immer noch der am stärksten regulierte Mediensektor ist.“ Jetzt tritt die RTL Group der Initiative als Gründungsmitglied bei.

Claude Schmit, Geschäftsführer von Super RTL, wird die RTL Group in der EU-Initiative vertreten. Er sagt: „Wir freuen uns, als Gründungsmitglied an der Initiative von Kommissarin Neelie Kroes teilnehmen zu dürfen, das Internet zu einem sichereren Platz für Kinder zu machen. Wir freuen uns außerdem, als einer der führenden privaten Inhalteanbieter in Europa unsere Erfahrungen mit anderen Mitgliedern der Koalition zu teilen.“

Die „Coalition to make the Internet a better place for kids“ ist eine gemeinsame, freiwillige Initiative als Antwort auf die Herausforderungen, die aus den vielfältigen Nutzungsweisen der jungen Europäer in der digitalen Welt erwachsen. Das Ziel ist es, verhältnismäßige und praktische Lösungen für reale Probleme zu finden. Dabei liegt der Fokus auf fünf Schlüsselthemen: Einfache und robuste wie leistungsfähige Berichtsinstrumente für die Nutzer, altersgerechte Privatsphäreneinstellungen, Ausbau der Nutzung von Inhaltekennzeichnungen, Ausbau des Zugangs zu und der Nutzung von elterlichen Kontrollmechanismen sowie die effektive Abschaltung jeglicher Kindesmissbrauchs-Inhalte.

Mit zahlreichen Aktionen macht die RTL Group bereits Kinder und Eltern auf die Gefahren des Internets aufmerksam. In Deutschland unterstützt Super RTL viele Organisationen, die sich für einen Ausbau des Kinderschutzes im Internet einsetzen, darunter auch die EU-Initiative Klicksafe.de. Mit Frag Finn unterstützt Super RTL eine weitere Initiative – eine Suchmaschine, mit der Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren innerhalb einer sicheren Umgebung etwa 10.000 Webseiten durchsuchen können, die zuvor auf einer „Whitelist“ zusammengestellt wurden. Die Suchmaschine war im November 2007 von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gestartet worden und wird unter anderem auch von Unternehmen wie der Deutschen Telekom, Google oder Microsoft unterstützt. Auf den eigenen Webseiten von Super RTL genießt das sichere Surfen von Kindern höchste Prioriät. In moderierten Chaträumen werden alle Posts vorher angesehen. Die Moderatoren können so direkt auf unangemessene Nachrichten und deren Absender reagieren.

RTL II hat sich in Deutschland mit der Organisation „Innocence In Danger“ zusammengeschlossen und auf die Gefahren und Gefühle hingewiesen, die auf sexuelle Belästigung im Internet zurückgeführt werden können. Das Format „Tatort Internet“ hat für kontroverse Diskussion gesorgt. Aber mit der finanziellen Hilfe durch RTL II war es dem Verein „Innocence In Danger“ möglich, 4.000 Unterrichtspakete an Lehrer, Eltern und Kinder zu verteilen und ihnen so zu helfen, die Gefahren zu erkennen und so zu reduzieren.

In Frankreich unterstützt die Groupe M6 das gesamte Jahr über – aber insbesondere während der „Woche des Internets“ – die „Action Innocence und E-enfance“. Die beiden NGOs setzen sich dafür ein, Kinder über die grundlegenden Regeln zu informieren, wie man sich selbst vor den Gefahren des Internets schützen kann. Zusätzlich zeigte M6 die Animationsserie „Vinz et Lou sur Internet“. In Zusammenarbeit mit dem französischen Bildungsministerium und der Europäischen Kommission klärte M6 mit diesem Programm Eltern und Kinder über die Risiken auf, die während der Internetnutzung bestehen.

Vor kurzem veröffentlichte die RTL Group die neue Broschüre „Entertain, Inspire, Educate: RTL Group and Children’s TV“. Die Broschüre gibt einen einen Überblick, wie Programme und verschiedene Aktionen der RTL Group eine wichtige Aufgabe für das Aufwachsen der Kinder einnehmen und dabei helfen, eine eigene Identität zu entwickeln – insbesondere durch positiven Vorbilder.

Insgesamt waren 38 Unternehmen eingeladen worden, der neuen EU-Initiative beizutreten, darunter auch weitere Rundfunkanbieter wie BBC, Kika, Mediaset, Sky oder TF1 sowie Unternehmen wie Google, Liberty, Nintendo, Sony, Zynga, Facebook oder Microsoft und einige Telekommunikationsanbieter.

Weitersagen