300 Kilogramm Briefmarken für den guten Zweck
Das Ergebnis ihrer Sammelleidenschaft in den vergangenen vier Monaten wiegt rund 300 Kilogramm und muss auf zwei Europaletten transportiert werden: „Wir sind selbst überrascht, wie viele Briefmarken wir aus dem ganzen Konzern bekommen haben“, freut sich Silvio Richter, Leiter des Competence Center Transport von Arvato in Harsewinkel (Kreis Gütersloh). Zusammen mit Kollegen sammelte er seit Juni Marken aller Art, um damit Menschen mit Behinderungen zu helfen. Entsprechende Werbung für die Aktion im Unternehmen sorgte für die entsprechende Resonanz. Am 12. Oktober schließlich kam die Lieferung bei den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld an.
„Mit großer Freude und erwartungsvoller Spannung öffnen die behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betheler Briefmarkenstelle die eingehenden Kartons und Briefumschläge“, bedankte sich Pastor Ulrich Pohl, Vorsitzender des Vorstandes der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, in einem Brief an das Arvato-Team. „Für dieses Engagement sind wir sehr dankbar“, so Pohl weiter. „Denn jede einzelne Marke trägt zum Erhalt von 130 Arbeitsplätzen für behinderte Menschen bei. Nur durch den Kreis unserer Förderer, zu dem auch Sie gehören, können die wertvollen Arbeitsplätze erhalten werden.“
Die tatkräftigen Arvato-Mitarbeiter hatten alle Bertelsmann-Mitarbeiter in Deutschland gebeten, ihre Briefmarken nicht wegzuwerfen, sondern per Hauspost nach Harsewinkel zu schicken. „Ob gestempelt oder nicht, ob aus dem In- oder Ausland stammend, ob in einer kompletten Sammlung, auf einem Briefumschlag oder einzeln: Bethel kann alle Briefmarken gut gebrauchen“, sagt Andreas Herbort, der wie seine Teamkollegen wegen der großen Resonanz „unbedingt weitermachen“ will. Weitermachen, das heißt: Marken, die an das Arvato Competence Center Transport geschickt werden, annehmen, an einem Ort gesammelt lagern und schließlich nach Bielefeld-Bethel transportieren. In der Briefmarkenstelle der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel werden die Marken – übrigens schon seit mehr als hundert Jahren – aufbereitet. Sie werden in einem speziellen Wasserbad abgelöst, auf Löschpapier getrocknet und schließlich als Kiloware auf Papier oder abgelöst an Sammler verkauft. Diese können damit ihre Sammlungen erweitern und sogar mit etwas Glück ein Schnäppchen finden.

