Martin Scorsese verfilmte das Jugendbuch „Die Entdeckung des Hugo Cabret“

„Wie ordnet man ein Buch ein, in dem weder der Text noch die Bilder allein die Geschichte erzählen können?“, fragte die US-amerikanische Presse, als 2007 das Jugendbuch „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ von Brian Selznick nach seinem Erscheinen auf Anhieb für Begeisterung sorgte. Denn der gefeierte Illustrator Brian Selznick erzählt von den Abenteuern des Waisenjungen Hugo auf seine ganz eigene Art: Vor allem in eindrucksvollen Schwarzweißzeichnungen, die insgesamt ein Drittel des Buches ausmachen und den Eindruck vermitteln, als säße man im Kino und verfolge mit angehaltenem Atem einen mitreißenden Film: Das Mondlicht fällt auf eine Szene in Paris, dann führt die „Kamera“ bei Tagesanbruch in einen Bahnhof, in dem ein Junge durch geheime Gänge schleicht, bis zu einem Guckloch, durch das er einen alten Mann in einem Spielzeugstand beobachtet. Dann erst beginnt der Text.

Wie geschaffen also für einen Film, dachte sich wahrscheinlich der bekannte Regisseur Martin Scorsese, der sich der Verfilmung des Werkes im 3-D-Format angenommen hat. „Ich halte Martin Scorsese für den größten lebenden Regisseur und weiß, dass er ein ausgezeichneter Film-Historiker und -Wissenschaftler ist“, meint Autor Brian Selznick. „Gerade weil es in ‚Die Entdeckung des Hugo Cabret‘ um Film-Geschichte geht, kann er meinen Roman und meine Illustrationen wie kein anderer inszenieren – und das in 3-D.“ Laut Selznick war es nicht zuletzt Scorseses zehnjährige Tochter Francesca, die sich für sein Buch begeisterte. „Sie hat wohl dann ihren Teil dazu beigetragen, dass sich Martin mit ‚Hugo Cabret‘ zu beschäftigen begann“, ist der Autor überzeugt.

Nicht nur das Renommee von Oscar-Preisträger Scorsese, sondern auch die Starbesetzung – Jude Law, Sir Ben Kingsley, Christopher Lee, Sacha Baron Cohen – lassen auf einen filmisches Highlight hoffen. „Hugo Cabret“ startet in den USA am 23. November dieses Jahres. In den deutschen Kinos wird die Verfilmung ab dem 2. Februar 2012 zu sehen sein.

Das wiederum freut dann auch Selznicks deutschen Verlag CBJ, der den Roman 2008 erstmals veröffentlicht hat – und dafür Nominierungen für den „Grafikpreis „Max-und-Moritz-Preis 2008“ und den „Deutschen Jugendliteraturpreis“ einstrich. Kurz vor dem deutschen Filmstart wird CBJ am 16. Januar „Hugo Cabret – Der Film“, das Buch zum Film, auf den Markt bringen. Es enthält Interviews mit allen wichtigen Mitgliedern der Filmcrew und den Schauspielern, ein Exklusivinterview mit Martin Scorsese, Biografien aller Stars, den Einblick in das Entstehen der Abschlussszene sowie umfassendes Material zur Geschichte des Kinos und Auszüge aus dem Originalbuch.

Hugo Cabret ist Waisenjunge, Dieb und Wächter der Uhren. Vor allem aber ist er eines: unsichtbar. Hugo lebt in den 1930er Jahren versteckt zwischen den Mauern des Pariser Bahnhofs. Niemand weiß von seinem Versteck, von dem aus er alles beobachten kann, ohne selbst gesehen zu werden. Bis eines Tages ein neugieriges Mädchen und ihr schrulliger Großvater auf ihn aufmerksam werden. Schlagartig ist in Gefahr, was Hugo bisher so sorgsam verborgen hat: Die rätselhafte Zeichnung, das liebevoll aufbewahrte Notizbuch und der mechanische Mann. Jene Dinge, die den Weg zu seinem faszinierenden Geheimnis weisen …

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