Bertelsmann legt zweite Klimabilanz vor

Rund um den Globus haben Experten in den Bertelsmann-Unternehmensbereichen und -Firmen Daten über den Verbrauch von Energie und Ressourcen im vergangenen Jahr zusammengestellt. Diese Daten bilden die Basis für die zweite konzernweite Klimabilanz, die Bertelsmann vorlegt.

Die Klimabilanz beschreibt, wie viel Treibhausgasemissionen in einem bestimmten Zeitraum durch die Geschäftstätigkeit verursacht wurden. Neben Kohlendioxid (CO2) werden darin auch weitere Treibhausgase wie etwa Methan (CH4) berücksichtigt und entsprechend ihrer Klimawirksamkeit gewichtet. Daher erfolgt der Ausweis der Klimabilanz in CO2-Äquivalenten (CO2 eq). Im Jahr 2010 belief sich der Ausstoß an Treibhausgasen der Bertelsmann AG insgesamt auf rund 1,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Der größte Teil der Treibhausgasemissionen wird in den Unternehmensbereichen Arvato und Gruner + Jahr sowie bei Prinovis verursacht. Die Druckmaschinen und andere Produktionsanlagen in diesen Unternehmensteilen verbrauchen viel Strom, Erdgas und Wärme, was sich in der Klimabilanz entsprechend widerspiegelt.

Gegenüber der vorigen Klimabilanz von 2008, in der 1,475 Millionen Tonnen CO2 eq an Treibhausgasemissionen angegeben waren, wurden 2010 rund 11,5 Prozent weniger Treibhausgase emittiert. Die Reduktion kann auf Klimaschutzmaßnahmen und auf strukturelle Änderungen im Unternehmen zurückgeführt werden. Zu den strukturellen Veränderungen seit 2008 zählt insbesondere auch der schrittweise Verkauf der internationalen Geschäfte der Direct Group. Somit sind die Werte von 2008 und 2010 nur eingeschränkt vergleichbar.

Für das Geschäftsjahr 2010 wurden neben der Klimabilanz erstmalig weitere Umweltkennzahlen ermittelt, die für die Geschäftstätigkeit der Bertelsmann AG relevant sind. Bei der Ermittlung der Daten wurde Bertelsmann durch das IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH unterstützt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers AG hat eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit der Umweltkennzahlen durchgeführt. Künftig will Bertelsmann alle zwei Jahre eine Klimabilanz erstellen und der Öffentlichkeit präsentieren.

„Diese zweite Bilanz ist ein wichtiger Baustein in unserem Lernprozess, wie Ressourceneffizienz, die zunehmend auch wettbewerbsrelevant ist, erhöht werden kann“ erläutert Katrin Gaertner, Leiterin des „be green“-Teams und Head of Public Affairs im Bereich Corporate Communications.

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