Initiative „Lesespaß“ steigert Lesebegeisterung in Gütersloh

Ein Jahr nach dem Start der Leseförder-Initiative „Lesespaß“ sagen 76 Prozent der Eltern in Gütersloh, ihre Kinder „lesen gern Bücher“. 2010 waren es bei den Eltern sechs- bis neunjähriger Mädchen und Jungen noch 68 Prozent. Dieses wesentliche Ergebnis ist Teil einer Evaluation, die das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen im Juli durchgeführt und mit den Resultaten einer Umfrage von vor einem Jahr verglichen hat. Positive Signale in punkto Lesebegeisterung zeigen sich demnach auch bei Vätern sowie bei Eltern aus sogenannten lesefernen Schichten – Zielgruppen, die durch „Lesespaß“ besonders angesprochen werden. Die Bertelsmann AG hatte „Lesespaß“ 2010 zu ihrem 175. Firmengeburtstag als Geschenk für die Stadt Gütersloh ins Leben gerufen.

Aufgrund der messbaren Erfolge der Initiative werden Bertelsmann und seine beiden Partner, die Stiftung Lesen und das Goethe-Institut, die erfolgreichsten Aktivitäten zur Leseförderung auch nach Juni 2012 fortführen. Ursprünglich war „Lesespaß“ auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt. Die Evaluationsergebnisse machen es dabei möglich, Projekte künftig noch konkreter auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen zuzuschneiden.

„Die Kinder haben heute nachweislich mehr Lust am Lesen“

„‚Lesespaß‘ hat unsere Erwartungen übertroffen. Kinder in Gütersloh haben heute nachweislich mehr Lust am Lesen als vor einem Jahr – da ist es für uns als Medienkonzern selbstverständlich, ein so erfolgreiches Projekt fortzuführen“, erklärte Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG. „Die Erfolge bestärken uns in der Ansicht, mit ‚Lesespaß‘ ein Projekt initiiert zu haben, das Modell für andere Städte sein kann.“

„‚Lesespaß‘ hat unsere Erwartungen übertroffen. Kinder in Gütersloh haben heute nachweislich mehr Lust am Lesen als vor einem Jahr – da ist es für uns als Medienkonzern selbstverständlich, ein so erfolgreiches Projekt fortzuführen“, erklärte Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG. „Die Erfolge bestärken uns in der Ansicht, mit ‚Lesespaß‘ ein Projekt initiiert zu haben, das Modell für andere Städte sein kann.“

Das Besondere an „Lesespaß“ ist die zeitliche und räumliche Konzentration vieler aufeinander aufbauender Lesefördermaßnahmen. In Gütersloh sind bislang 16 Projekte umgesetzt worden: So bekamen beispielsweise 2.000 Familien sogenannte Lesestart-Sets geschenkt, die Anregungen rund um das Thema Vorlesen für Eltern und Buchgeschenke für Kinder enthielten, es wurden rund 100 ehrenamtliche „Vorlesepaten“ geschult und in Gütersloher Schulen Lese-Medienclubs eingerichtet. Insgesamt kam im Projektzeitraum bislang ein Großteil der Gütersloher Kinder und Eltern über „Lesespaß“-Aktionen mit dem Thema Lesen in Berührung.

„Das Projekt setzt ein bildungspolitisches Signal“ 

Den Grund für die nachweisbaren Erfolge innerhalb kurzer Zeit sehen die drei Projektpartner dabei in der engen Verzahnung von „Lesespaß“ mit lokalen Projekten und engagierten Akteuren der Leseförderung in Gütersloh. „Gütersloh liest. Das hat das vergangene Jahr mit der Aktion ‚Lesespaß‘ eindrucksvoll gezeigt“, äußert sich Maria Unger, Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh und Schirmherrin von „Lesespaß“ mehr als zufrieden. „Viele bunte Aktionen, Lesungen und die gezielte Förderung der Kinder haben einen ‚Leseruck‘ durch unsere Stadt gehen lassen. Ich freue mich schon jetzt auf eine erfolgreiche Fortsetzung 2012.“

„Vor dem Hintergrund von über 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschland ist Leseförderung essenziell“, so Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Eine Vielzahl an Förderprojekten ist gut – ihr systematisches Zusammenspiel ungleich besser. Das belegt eindrucksvoll die Initiative ‚Lesespaß‘ in Gütersloh: Als konzentrierte Aktion bündelt sie rund 25 Projekte und erreicht damit leseferne Zielgruppen. Das Projekt setzt damit ein bildungspolitisches Signal – und kann eine Blaupause für weitere Städte und Kommunen sein.“

„Bildung ist die Schlüsselressource des 21. Jahrhunderts und ausschlaggebend für die Zukunft unserer Kinder“, sagt Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, fort. „Sprachen- und Lesekompetenzen bilden den Zugang zu Bildung und eine Teilhabe am Weltgeschehen. Und was kann uns mehr am Herzen liegen, als unsere Kinder mit ihrer Mehrsprachigkeit und ihren Talenten dazu zu befähigen, diese Prozesse aktiv mitzugestalten? ‚Lesespaß‘ bietet eine einmalige Gelegenheit, Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern. Dabei nutzen wir auch ungewöhnliche Herangehensweisen wie Theaterspiel, Lesungen mit Liegestützen und Rap-Musik, um die Lesefreude zu wecken und zu fördern.“

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