Bertelsmann-Schwerbehindertenvertreter Knut Weltlich zu Gast bei europäisch-amerikanischem Erfahrungsaustausch

Als einer von drei Abgesandten der europäischen Wirtschaft hat der Bertelsmann-Schwerbehindertenvertreter Knut Weltlich am ersten transatlantischen Erfahrungsaustausch zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen teilgenommen. Auf Einladung der US-Regierung hatte sich eine siebenköpfige Delegation der Europäischen Union auf den Weg nach Washington gemacht, um mit ihren US-amerikanischen Kollegen zu diskutieren, wie sich Situation von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt und am Arbeitsplatz verbessern lässt. Knut Weltlich – bereits Ende 2005 von der EU-Kommission für seinen innovativen und ideenreichen Ansatz bei der Integration von Menschen mit Behinderungen in einem Bericht gewürdigt – konnte die rund 80 Diskussionsteilnehmer von beiden Seiten des Atlantiks mit den Beispielen aus der Arbeitswelt von Bertelsmann überzeugen.

So erstaunlich einfach das Prinzip dieser technischen Vorrichtungen auch sein mag: Die Lichtrufmeldeanlage („Lisa"), die das Eintreffen von E-Mails einem hörgeschädigten Mitarbeiter per Vibration und Lichtsignal anzeigt, der Stehrollstuhl, der auch für auf den Rollstuhl angewiesene Mitarbeiter obere Regale im Büro erreichbar macht, oder das Shuttle-Auto, in das Rollstuhlfahrer durch die Heckklappe direkt bis vor das Lenkrad fahren, waren neu für die Teilnehmer der zweitägigen Konferenz in Washington – und damit die Attraktion der Veranstaltung: „Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Knut Weltlich der ‚Star der Show’ war", schrieb denn auch die Leiterin der EU-Delegation in einem Dankschreiben an die Brüssler Bertelsmann-Vertretung. „Es war ein großes Vergnügen, Herrn Weltlich kennen gelernt zu haben, seine Präsentation war hervorragend."

Nach Meinung von Knut Weltlich sind die Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, sich in der Berufswelt zu verwirklichen, immens. „Man muss sich nur umsehen und informieren, denn Leistung kennt kein Handicap", so der Bertelsmann-Schwerbehindertenvertreter. Engagiert geht Weltlich seine Aufgabe, die er seit 2000 konzernweit wahrnimmt, an: Durch sein Durchsetzungsvermögen und nicht zuletzt seinen Ideenreichtum – „Lisa" und der Stehrollstuhl wurden von ihm mitentwickelt – hat er dafür gesorgt, dass einigen Mitarbeitern mit Behinderungen bei Bertelsmann ihr Job möglichst einfach gemacht wird. Entsprechend groß war das Interesse vor allem seitens der US-Vertreter, als der Bertelsmann-Vertrauensmann in seinem rund 50-minütigen Vortrag nicht nur die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten für behindertengerechte Arbeitsplätze, wie sie bei Bertelsmann bereits Realität sind, präsentierte. Er fasste auch noch einmal die zahlreichen PR-Aktionen zusammen, mit denen Bertelsmann-Unternehmen 2003 im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen (EJMB) und darüber hinaus in ihren Medien Millionen von Lesern und Fernsehzuschauern über das Leistungspotenzial von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz aufklärten. Weltlich führte dazu die von RTL Creation produzierten und von RTL und Vox ausgestrahlten TV-Spots sowie den neuen Imagefilm vor, auf dem die vielfältigen Aktivitäten der Bertelsmann-Schwerbehindertenvertretung der vergangenen Jahre vorgestellt werden.

„Wir danken Herrn Weltlich für die große Unterstützung im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen", so Elizabeth Straw in ihrem Brief weiter. „Dieser Erfahrungsaustausch ist eine sehr gute Fortsetzung für uns, den durch das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen ausgelösten Schwung beizubehalten."

Weitersagen