„Stern“ schreibt den ersten „Deutschen Schulpreis“ aus
"Es geht auch anders!" – unter diesem Motto steht der in diesem Jahr erstmalig ausgeschriebene Wettbewerb um Deutschlands beste Schule. In Kooperation mit ZDF, Robert Bosch Stiftung und Heidehof Stiftung ist der „Stern" auf der Suche nach herausragenden pädagogischen Beispielen, die sich in Leistung, Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung und Schulklima den Herausforderungen der Zukunft stellen. Der "Deutsche Schulpreis" ist mit 50.000 Euro dotiert. Zum Startschuss des "Deutschen Schulpreises" sprach das G+J-Intranet „Greenpark" mit Norbert Höfler, Ressortleiter Politik und Wirtschaft beim „Stern":
Wie entstand die Idee für den "Deutschen Schulpreis"?
Norbert Höfler: Beim „Stern" gab es schon seit langem die Idee, die beste Schule in Deutschland zu finden und auszuzeichnen. Doch wer sich auch nur in Ansätzen mit dem Schulsystem hierzulande beschäftigt, weiß, wie komplex dieses Thema ist. Im Herbst kam die Robert-Bosch-Stiftung auf uns zu. Dort hatten sich Schulexperten und Pädagogen mit der Frage befasst, was guten Unterricht und gute Schulen auszeichnet. Schon nach einem kurzen Gespräch war klar, die Ideen der Bosch-Leute und die „Stern"-Vorstellungen passen ideal zusammen. Der "Deutsche Schulpreis" war geboren.
Warum ist gerade dem „Stern" daran gelegen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen?
Höfler: Da gibt es viele gute Gründe: Das Interesse der „Stern"-Leser an Bildungs-Themen ist groß. Eltern wollen wissen: Wie finde ich eine gute Schule für mein Kind? Wo gibt es gute Beispiele, an denen ich mich bei der Suche orientieren kann. In der politischen und ökonomischen Debatte gewinnt das Thema an Bedeutung. Stichwort: "Bildung" ist ein wichtiger Rohstoff. Und: Der „Stern" hat eine gute Tradition, sich zu engagieren, zum Beispiel bei Jugend forscht oder der Startup-Werkstatt, dem größten Existenzgründer-Planspiel für Schüler ab 16 Jahren in Deutschland.
Wird über den "Deutschen Schulpreis" im „Stern" auch redaktionell berichtet?
Höfler: Schauen Sie in die aktuelle Ausgabe. Wir stellen den "Deutschen Schulpreis" vor und zeigen auch gleich, welche spannenden Entwicklungen es in der Schullandschaft gibt. Da gibt es Schulen, die den Frontalunterricht abgeschafft haben. Oder Schulen, in denen die Schüler von der Grundschule bis zum Abi bleiben. Insgesamt werden unsere Leser feststellen können, dass der „Stern" die Berichterstattung zu diesen Themen intensivieren wird. Darüber hinaus wird der "Deutsche Schulpreis" auch bei „Stern.de" redaktionell mit unterschiedlichen Beiträgen durchgehend begleitet.
Wer kann sich bewerben?
Höfler: Alle Schulen.
Was ist das langfristige Ziel, dass mit dieser Auszeichnung erreicht werden soll?
Höfler: Wir wollen Vorbilder zeigen. An ihnen können sich dann alle anderen orientieren. Denn in Deutschland gibt es so viele hervorragende pädagogische Leistungen, die muss man publik machen. Im Alltag könnte das dann so aussehen: Schüler, Eltern und Lehrer fassen Mut und beginnen an ihren Schulen mit Veränderungen. Praktische Hilfe und Beratung bekommen sie dabei von unseren Stiftungs-Partnern: Neben dem Geldpreis beinhaltet die Auszeichnung die Teilnahme an einer Akademie für Schulentwicklung. Sie bildet den Rahmen für einen gegenseitigen Austausch und leitet den angestrebten Transfer guter Schulpraxis in die Breite der Schullandschaft ein.
Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden sich unter www.deutscher-schulpreis.de.


