Jetzt auch für Mitarbeiter ab 45 Jahren: Gesundheits-Check-Ups am Standort Gütersloh gestartet
Ob Blutuntersuchung, Sehtest oder Belastungs-EKG: Regelmäßige Gesundheits-Check-Ups dienen der gesundheitlichen Prävention und der frühzeitigen Erkennung von Krankheiten. Blieben Vorsorgeuntersuchungen bei Bertelsmann bisher auf bestimmte Arbeitsgruppen wie Staplerfahrer oder Werkfeuerwehrleute sowie Top-Führungskräfte beschränkt, werden seit Anfang 2006 erstmalig auch Gesundheits-Check-Ups für Mitarbeiter ab 45 Jahren am Standort Gütersloh angeboten. „Durch die Check-Ups können wir schon frühzeitig Alarmsignale im Körper erkennen, den Mitarbeiter zu einem gesundheitsbewussten Verhalten animieren oder eine rechtzeitige Behandlung empfehlen“, rät der leitende Arbeitsmediziner Dr. Sebastian Köhne allen betroffenen Mitarbeitern zur Teilnahme.
Die jetzt eingeführten Gesundheits-Check-Ups für Mitarbeiter ab 45 Jahren gehen auf einen gemeinsamen Wunsch von Vorstand und Betriebsrat zurück und sind ein Ergebnis des Herbstgespräches 2004. „Wir stellen uns jetzt schon darauf ein, dass die Menschen länger arbeiten müssen und später in den Ruhestand gehen werden. Dafür müssen sie gesund bleiben“, unterstreicht Gunter Thielen die Bedeutung des Gesundheits-Check-Ups für das Medienunternehmen. Nach Ansicht von Betriebsarzt Sebastian Köhne sind die Vorsorgeuntersuchungen für die betroffenen Mitarbeiter ebenso wichtig wie für ihre jeweiligen Arbeitgeber: „Je gesünder die Mitarbeiter sind, desto bessere Leistungen erbringen sie auch an ihrem Arbeitsplatz.“
Gemeinsam mit seinen Kollegen vom betriebsärztlichen Dienst, Dr. Ralph Schopf und Dr. Johann Gips, hat Sebastian Köhne ein Untersuchungsschema entwickelt, das deutlich mehr Untersuchungen und Analysen enthält als die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten üblichen Gesundheits-Check-Ups. „Bei den von den Krankenkassen vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen fehlt zum Beispiel der von uns angebotene Seh- und Hörtest“, erklärt Ralph Schopf, der die Mitarbeiter von Arvato an der Autobahn betreut. Ebenso fehle bei den Check-Ups der Krankenkassen das Ruhe- und Belastungs-EKG. „Bei uns ist auch das Spektrum der Blutuntersuchung größer. So untersuchen wir das Blut zum Beispiel auf frühe Anzeichen von Prostatakrebs.“
Um den betriebsärztlichen Dienst nicht zu überlasten und jedem Mitarbeiter eine gründliche Untersuchung zu gewährleisten, funktionieren die Gesundheits-Check-Ups nach einem Stufensystem. „2006 werden wir alle Mitarbeiter anschreiben, die in diesem Jahr ihren 45., 50., 54., 58. oder 62. Geburtstag feiern“, erklärt Franz Netta, zuständig für Personal- und Gesundheitspolitik im Konzern. Dabei werden alle Mitarbeiter, die im ersten Halbjahr Geburtstag haben, auch im ersten Halbjahr zu den Check-Ups eingeladen, alle Geburtstagskinder aus dem zweiten Halbjahr sind in den Monaten Juli bis Dezember an der Reihe. „Selbst bei diesem Modell kommen wir 2006 auf rund 900 einzuladende Mitarbeiter“, erklärt Sebastian Köhne. Bei einer angenommenen Beteiligung von etwa 30 Prozent sei dies eine realistisch zu schaffende Anzahl von Check-Ups für die drei Ärzte des betriebsärztlichen Dienstes. Alle anderen jetzt noch nicht eingeladenen Mitarbeiter, so Franz Netta „wachsen in die Check Ups hinein, d.h., sie werden in kommenden Jahren eingeladen, wenn sie den Geburtstag wie genannt haben. Außerdem wollen wir nach weiterem Kapazitätsaufbau im Betriebsarztzentrum ab Alter 50 den Check Up alle zwei statt alle vier Jahre anbieten. Und mit dem Beginn bei Alter 45 setzen die Check Ups in einem Alter ein, in dem man sein Gesundheitsverhalten noch früh genug ändern kann.“


