Statt Geschenken: Viele Bertelsmann-Unternehmen spenden für wohltätigen Zweck

Tausende von Weihnachtsgrußkarten verlassen in diesen Tagen Bertelsmann-Unternehmen in aller Welt – so auch die Zentrale Poststelle des Corporate Center. Während aber bislang zum Fest Geschäftspartner und Freunde Hauses oft mit einer kleinen Aufmerksamkeit in Form einer CD oder eines Buches bedacht wurden, verzichtet die Bertelsmann-Unternehmenskommunikation in diesem Jahr erstmals auf das Präsent. Stattdessen macht ein Aufdruck jedem Empfänger des schriftlichen Weihnachtsgrußes im In- und Ausland klar, wie das eingesparte Geld nun eingesetzt wird: Es geht als Spende an das Kinderhospiz Balthasar im sauerländischen Olpe. Das Corporate Center ist nur eine von vielen Bertelsmann-Einheiten, die dazu übergegangen sind, zu Weihnachten einen Geldbetrag für einen guten Zweck zu spenden anstatt Geschenke zu verschicken.

Das Olper Kinderhospiz war bei seiner Gründung 1998 die erste Einrichtung seiner Art in Deutschland, die Familien mit einem unheilbar kranken Kind Unterstützung unmittelbar nach der Diagnose anbietet. Das erfahrene Personal ist bemüht, die meist nur noch kurze Lebenszeit des kranken Kindes möglichst erfüllt und positiv zu gestalten; dazu betreut es nicht nur die Kinder, sondern auch die Familienangehörigen – bei Bedarf rund um die Uhr. Es wird zu einer Art „zweites Zuhause“ für das kranke Kind und seine Familie. Die Spende der Bertelsmann-Unternehmenskommunikation soll die Finanzierung des Hospizes sicher stellen, das auch von prominenten Paten wie Reinhard Mey, Katja Riemann, Rolf Zuckowski oder Birgit Schrowange unterstützt wird. Unter anderem soll damit ein neu eingerichtetes Therapiezentrum für Kinder von vier bis 14 Jahren, die ein Geschwisterkind, einen Elternteil oder einen anderen Angehörigen verloren haben, bezahlt werden. 

Die Produktlinie Buch bei Mohn Media hat sich in diesem Jahr zusammen mit GGP Media dazu entschlossen, wie 2004 die beiden gemeinnützigen Projekte „Haiti Care“ und „Clown Doctors“ zu unterstützen. „Haiti Care“ kümmert sich um die Schul- und Ausbildung von Kindern des armen Inselstaates und finanziert zum Beispiel durch Spenden den Unterhalt von Schulen. „Wir haben uns für eine Spende an ‚Haiti Care’ entschieden, weil wir uns hier ganz sicher sind, dass die Gelder wirklich vor Ort für Menschen eingesetzt werden“, berichtete Marita Stückerjürgen, die diese Aktion innerhalb der Produktlinie Buch koordiniert, dem Mohn-Media-Mitarbeitermagazin „Auf den Punkt“. Hinter dem Projektnamen „Clown Doctors“ steckt der persönliche Einsatz von Spaßmachern mit Schminke und roter Nase. Sie besuchen schwerkranke Kinder in europäischen Krankenhäusern, um ihnen etwas Lebensfreude zu schenken. „Wir hoffen, mit den Spenden auch im Sinn unserer Kunden zu handeln“, sagt Marita Stückerjürgen. „Die tollen Reaktionen auf die Aktion im vergangenen Jahr haben uns jedenfalls bestärkt, auch in diesem Jahr wieder zu helfen, statt einfach nur zu schenken.“ 

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, aber an anderer Stelle können sie viel mehr bewirken“, ist auch Stephan Schierke, Leiter der Vereinigten Verlagsauslieferung (VVA) bei Arvato Services, überzeugt. Er hat gemeinsam mit seinem Team entschieden, in diesem Jahr die brasilianische Initiative „Avicres“ zu unterstützen. Dafür verzichten, wie das Arvato-Services-Mitarbeitermagazin „Service aktuell“ berichtet, die Kunden der VVA und des Verlegerdienstes in München auf eine Aufmerksamkeit zu Weihnachten. „Avicres“ setzt sich insbesondere für bedürftige Kinder in den Elendsvierteln von Rio de Janeiro ein. 

Die Gütersloher Medienfabrik wird in diesem Jahr gleich drei Hilfsorganisationen unterstützen, wie Geschäftsführer Stefan Postler erklärt. Jeweils ein Projekt haben dabei Geschäftsleitung, Betriebsrat und die Mitarbeiter der Medienfabrik ausgewählt. Ein Teil der Gesamtspende geht an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, die sich um die Registrierung neuer potenzieller Stammzellenspender bemüht, ein anderer an das Projekt „Preah Ong“, das sich für die Förderung der Bildung kambodschanischer Kinder einsetzt, ein dritter schließlich an „Help a Child“, einen gemeinnützigen Verein, der bedürftigen Kindern in Haiti eine Zukunftsperspektive geben will. „In einer Welt voller Not wollen wir einen Beitrag dazu leisten, diese Not zu lindern“, so Postler.

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