„Wieder zu Haus“: Inmediaone und Wissen Media überreichen den „Troppau“ an das Prager Nationalmuseum

Die Kuratoren des Prager Nationalmuseums waren rundum begeistert, als ihnen in der vergangenen Woche die Geschäftsführer von Inmediaone und Wissen Media Verlag das Faksimile eines „verlorenen Sohnes" der tschechischen Kulturgeschichte übergaben: Die Rede ist von dem Evangeliar des Johann von Troppau, einem der bedeutendsten Werke der böhmischen Buchmalerei der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, das die Bertelsmann Direktvertriebe Anfang Oktober als Faksimile in einer Auflage von rund 333 Stück auf den Markt gebracht haben. 

Die Übergabe fand im Pantheon des Nationalmuseums anlässlich einer in Kürze beginnenden Ausstellung statt, die sich mit den kulturhistorischen Höhepunkten jener Epoche befasst. Zahlreiche Gäste, unter ihnen bedeutende Kunsthistoriker und Kenner mittelalterlicher Handschriften, folgten den Ausführungen Armin Sinnwells, Geschäftsführer des Wissen Media Verlags. Er verglich die Schenkung dieses durch Johann von Troppau ursprünglich in Brünn erstellten Werks mit einer Heimkehr. „Das Evangeliar verließ im 14. Jahrhundert das damalige Böhmen und ging in den Besitz Erzherzogs Albrecht III. von Österreich über. Heute kehrt es in Gestalt eines außerordentlich gut gelungenen Faksimiles heim", so der Verlagsleiter.

Zum gleichen Resultat kam auch Professor Ivan Hlavácek, Professor für historische Hilfswissenschaften und Archivistik an der philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag, der als anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet mittelalterlicher Handschriften Weltruf genießt und als Gastredner lobende Worte für das Faksimile fand: „Wir verneigen uns heute vor dem Evangeliar des Johann von Troppau, jedoch nicht vor seinem Original, sondern vor seinem Faksimile, das nicht einmal der Fachmann auf den ersten Blick vom Original unterscheiden kann."

Thomas Holz, Geschäftsführer der Inmediaone und Auftraggeber für die Faksimilierung des Originals aus der Österreichischen Nationalbibliothek, erläuterte bei der Übergabe an Milan Stloukal, Generaldirektor des Prager Nationalmuseums, die Beweggründe für die Faksimilierung: „Neben dem wirtschaftlichen Erfolg, der mit dem Verkauf dieser 333 Exemplare einher geht, freut es mich besonders, dieses kulturhistorische Erbe wieder der Bevölkerung zugänglich gemacht zu haben."

Das Original des Evangeliars des Johann von Troppau stellt eine einzigartige kunsthistorische Rarität dar und ist in seinem Wert kaum noch zu schätzen. Die Handschrift ist so kostbar, dass sie nur noch zu außergewöhnlichen Gelegenheiten aus dem Klimatresor der Österreichischen Nationalbibliothek geholt wird. Mit der Faksimilierung hat die Arvato-Tochter Inmediaone zumindest einem kleinen Interessentenkreis dieses Dokument wieder zugänglich gemacht. Mit herausragendem Erfolg, denn rund sechs Wochen nach Veröffentlichung waren bereits 200 der 333 jeweils knapp 20.000 Euro teuren Exemplare verkauft. Nahezu zwei Jahre war der von Inmediaone beauftragte Wissen Media Verlag damit beschäftigt, in Zusammenarbeit mit verschiedensten Spezialisten die Faksimilierung des Originals durchzuführen.

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