„Literarischer Salon für Kinder und Jugendliche“: Hauptstadt-Repräsentanz öffnet ihre Türen für junge Leser

Die Berliner Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden 1 ist normalerweise ein Haus der Kommunikation, in dem sich Erwachsene treffen. Sie diskutieren auf Konferenzen, kommen zu Lesungen oder Filmvorführungen, und vernetzen sich auf Empfängen und Festen. Doch bereits viermal in diesem Jahr öffnete die Repräsentanz ihre Türen für kleine Besucher. Bei den „Literarischen Salons für Kinder und Jugendliche" stellten Autoren ihrem jungen Publikum ihre Bücher vor – und das Haus war für einige Stunden in Kinderhand.

„Mit den Kinder- und Jugendlesungen kommen wir auch unserer Aufgabe nach, ein offener Ort der Begegnung für Berlin und die Berliner Öffentlichkeit zu sein", erklärt Katrin Gaertner, Leiterin der Repräsentanz. Gleichzeitig wolle man mit den Lesungen einen aktiven Beitrag zur Leseförderung leisten. „Regelmäßige Besucher unserer Lesungen sind zum Beispiel die Mitglieder des Vereins ,Berliner Leseratten’. Das sind Kinder aus Berliner Schulen, die sich regelmäßig über ihre Leseerfahrungen austauschen und denen wir in der Repräsentanz die Möglichkeit geben spannende Autoren sozusagen aus „erster Hand" zu erleben." Karten für die Lesungen werden aber ebenso von der „Berliner Morgenpost" verlost und auch die Kinder aus den Kindergärten des Auswärtigen Amtes und des Bundestages waren bereits zu Gast.

Gestartet wurde der „Literarische Salon für Kinder und Jugendliche" am 27. Juli mit einer Lesung von CBJ-Autor Ingo Siegner, der von den Abenteuern des kleinen Drachen Kokosnuss erzählte. Weiter ging es am 21. August mit Hörbuch-Sprecher Rufus Beck, der aus den Büchern von Lemony Snicket vorlas. Fantasy-Bücher haben seitdem in Unter den Linden 1 fast schon Tradition, denn als nächstes war am 10. September Jonathan Stroud mit seinem neuen Bartimäus-Buch zu Besuch, bevor vor wenigen Tagen Christopher Paolini aus dem zweiten Band der „Inheritance"-Trilogie vorlas.

„Mit unseren Lesungen möchten wir kleine Kinder ab drei Jahren ebenso ansprechen wie jugendliche Leser", erklärt Katrin Gaertner. Besonders stolz ist sie auf die Lesungen der beiden englischsprachigen Autoren: „Durch Jonathan Stroud und Christopher Paolini konnten wir auch unseren kleinsten Besuchern schon etwas von der internationalen Ausrichtung von Bertelsmann vermitteln." Und damit es für die meist noch nicht englischsprachigen Besucher nicht zu langweilig wurde, wurden die Lesungen kurzerhand bilingual abgehalten.

So las am Donnerstag vergangener Woche Christopher Paolini zwei Passagen seiner Bücher auf Englisch vor, während Hörspiel-Sprecher Andreas Fröhlich – seit über 25 Jahren bekannt als Sprecher des dritten Detektivs der Reihe „Die drei ???" - dieselben Passagen auf Deutsch präsentierte. Und die vielen neugierigen Fragen der Zuhörer und Antworten von Paolini wurden von Katrin Gaertner gedolmetscht. „Wir haben aber festgestellt, dass auch die des Englischen noch nicht mächtigen Kinder den Autoren gebannt zugehört haben – einfach, weil diese ihre Bücher sehr lebendig vorgetragen haben", berichtet Katrin Gaertner.

Beim „Literarischen Salon für Kinder und Jugendliche" stehen neben der eigentlichen Lesung auch immer eine Signierstunde und ein Kinderbuffet auf dem Programm – natürlich stilecht mit Pommes und Buletten, Minipizzen, Gummibärchen, Schokokuchen und Erdbeershakes. Mit vier Lesungen ist die Serie in diesem Jahr zunächst beendet, soll aber im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Neuauflage erfahren. „Wir haben bei Bertelsmann unglaublich viele kreative Köpfe mit tollen Ideen für Kinder. Ihnen wollen wir in der Repräsentanz auch weiterhin eine Plattform bieten", stellt Katrin Gaertner in Aussicht.

C. Paolini, K. Gaertner, A. Fröhlich (v.l.)

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