Passend zur Afrika-Ausgabe von „National Geographic“: G+J Polska veranstaltet Afrika-Konferenz
Wenn in diesem Monat in 26 Ländern weltweit die jeweiligen Ausgaben des Wissensmagazins „National Geographic“ erscheinen, dann kennen sie alle nur ein Thema: Afrika. Es ist das erste Mal in der mehr als 115-jährigen Geschichte des „National Geographic Magazine“, dass die Zeitschrift eine komplette Ausgabe einem einzelnen Erdteil widmet. Grund genug für G+J Polska, dem „vergessenen Kontinent“ am vergangenen Donnerstag eine eigene Konferenz, „Afrika – Continent of the 21st Century“, in Warschau zu widmen. „Afrika ist der Problemkontinent schlechthin, und ‚National Geographic’ möchte einfach mehr Bewusstsein für dieses Thema schaffen“, erklärt Oliver Voigt, CEO von G+J Polska.
Die Warschauer Konferenz beleuchtete – vor allem unter dem Aspekt der Zukunftsfähigkeit Afrikas – eine Reihe von wirtschaftlichen, politischen, kulturellen, aber auch religiösen Themen. So stellte Richard Mbewe von der Warsaw Investment Group die provozierende Frage: „Kann Afrika reich sein?“, der Journalist Adam Leszczynski sprach über die enorme Herausforderung, die die Immunschwächekrankheit Aids für Afrika darstellt, und Maciej Zabek vom Institut für Regionalstudien beschäftigte sich mit den Auswirkungen humanitärer Hilfeleistungen. Zu den prominenten Teilnehmern der Konferenz zählten auch die Vertreter zahlreicher afrikanischer Staaten, allen voran die Botschafterin Südafrikas, Febe Potgieter-Gqubule. Aber auch hochrangige Regierungsvertreter wie Marta Kozlowska, Repräsentantin der Kanzlei des polnischen Präsidenten, oder Krzysztof Plominski, Chef der Abteilung Afrika und Mittlerer Osten im polnischen Außenministerium, beteiligten sich an der lebhaften Diskussion. Wie die afrikanische Wirklichkeit aussieht, davon konnten sich die Teilnehmer anhand einer Fotoausstellung mit Afrika-Fotografien der bekannten polnischen Fotojournalistin Gonia Zdunczyk selbst ein Bild machen.
Bereits im Vorfeld hatte die Konferenz für Aufsehen und für eine intensive öffentliche Debatte über die Rolle der katholischen Kirche in Afrika, gerade im Kampf gegen Aids, gesorgt. Dementsprechend groß war auch das Interesse der Medien an der Tagung in der ehemaligen Bibliothek der Universität Warschau. So waren der TV-Sender TVP2, verschiedene Radiostationen wie PR2, PR3, Radio BIS und Radio PIN, die einflussreiche Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ sowie die Polish Press Agency, die Catholic Press Agency und die Television Information Agency vertreten.
„National Geographic Polska“ nahm seine Afrika-Ausgabe zum Anlass, auch bei der Gestaltung das Außergewöhnliche des Hefts in den Vordergrund zu stellen. Lediglich der Titel „Afrika“, drei kurze Headlines und eine sehr kleine Satellitenansicht des Kontinents zieren das September-Cover, auf das sonst übliche großformatige Bild wurde diesmal verzichtet. Auch Marcin Jamkowski, Chefredakteur von „National Geographic Polska“, ist überzeugt davon, dass Aktionen wie die von „National Geographic“ durchaus etwas bewirken können: „‚National Geographic’ kommt weltweit auf eine Gesamtauflage von zehn Millionen Exemplaren pro Ausgabe und erreicht 40 Millionen Menschen auf der ganzen Erde.“

