Individuelle Hilfsaktionen begleiten Millionenspende: Bertelsmann unterstützt Hurrikan-Opfer in den USA

Hunderttausende obdachlos gewordene Menschen, eine bislang unbekannte Anzahl von Opfern, zehntausende Häuser zerstört, ganze Landstriche verwüstet: Mit dem Hurrikan Katrina erlebten die USA vor rund zehn Tagen eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte des Landes. Und noch immer kämpfen Retter, Polizisten, Soldaten und Mediziner gegen die Fluten, bringen vor allem in New Orleans Hilfe zu den betroffenen Menschen – und beginnen mit den ersten Wiederaufbaumaßnahmen. Diese Anstrengungen unterstützt Bertelsmann, das in den USA mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, jetzt mit einer Spende in Höhe von einer Million US-Dollar an das Amerikanische Rote Kreuz. Die Hälfte dieser Summe, eine halbe Million Dollar, stellt der Vorstand der Bertelsmann AG zur Verfügung, die zweite Hälfte steuert Random House bei. 

Geld, das das „American Red Cross" gut gebrauchen kann, denn es steckt mitten in einer der größten Hilfsaktionen seiner Geschichte. So sorgt das Rote Kreuz momentan für die Unterbringung von mehr als 145.000 obdachlos gewordenen Menschen, hat mehr als 580 Notunterkünfte aufgebaut sowie bereits mehr als vier Millionen warmer Mahlzeiten verteilt. Und es leistet wertvolle Hilfe bei der Zusammenführung von der Katastrophe getrennter Familien, bei der Information über vermisste Angehörige oder Freunde. Um all dies zu erreichen, setzt die Hilfsorganisation bislang rund 270 Rettungswagen (Emergency Response Vehicles) sowie rund 18.000 Rot-Kreuz-Helfer aus dem gesamten Gebiet der USA ein. 

Neben der großen, gemeinsamen Bertelsmann-Spende beteiligen sich Bereiche, Unternehmen und Mitarbeiter des Medienhauses mit eigenen Spenden und Aufrufen an den Hilfsaktionen, haben in ihren internen Medien Namen und Kontonummern anerkannter Hilfsorganisationen veröffentlicht. So wird Random House neben der Geldspende auch 250.000 Kinderbücher von Random House Children’s Books für die Hilfsorganisation First Book zu Verfügung stellen, die ihrerseits die Bücher an Kinder in den betroffenen Gebieten weiterverteilen wird. Wie Random House-CEO Peter Olson in einem Brief an die Mitarbeiter in den USA und in Kanada weiter ankündigte, wird das Verlagshaus darüber hinaus mit einem „Matching-Programm" für jeden gespendeten Dollar der Mitarbeiter seinerseits einen weiteren Dollar spenden – ein Spendenprinzip, das seine Wirksamkeit bereits bei der Tsunami-Katastrophe in Südostasien zu Beginn des Jahres eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. „Danke, dass Sie unseren Nachbarn am Golf helfen", schließt Peter Olson seinen Spendenaufruf. 

Die Spenden der Mitarbeiter zu verdoppeln, dazu hat sich auch Sony BMG bereit erklärt. In einem Brief an die Mitarbeiter fordert Sony BMG-CEO Andrew Lack diese zur Spende auf – und kündigt darüber hinaus eine eigene Geldspende des Unternehmensbereichs an eine Hilfsorganisation an. „Das menschliche Leid, das der Sturm hinterlassen hat, ist herzzerreißend", so sein eindringlicher Appell an die Mitarbeiter.

Ein eigenes Matching-Programm zugunsten der Hurrikan-Opfer haben auch Sonopress in den USA, Fremantle Media North America (FMNA) und die Direct Group-Tochter Columbia House aufgelegt. Allein die Sonopress-Mitarbeiter spendeten bereits in den ersten Stunden Hunderte von Dollars. Noch einen Schritt weiter in ihrem Matching-Programm gehen Arvato Services in den USA. Statt jede Mitarbeiterspende Dollar für Dollar zu spiegeln, will die Arvato-Tochter mit Sitz in Valencia, California, sogar das Doppelte drauflegen, will für jeden gespendeten Dollar ihrerseits zwei Dollar bereitstellen. 

Mehrfach spenden, das haben sich auch Mitarbeiter und Geschäftsleitung der G+J-Tochter Brown Printing in den USA vorgenommen. So hat das Unternehmen eine Überweisung in Höhe von 10.000 US-Dollar an die Heilsarmee (Salvation Army) angekündigt, während in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz die Mitarbeiter an den Standorten East Greenville (Pennsylvania), Woodstock (Illinois) und Waseca (Minnesota) zur Blutspende aufgerufen sind. 

Eine weitere Spende für die US-Heilsarmee, diesmal in Höhe von 25.000 US-Dollar, kommt von der Arvato-Druckerei Offset Paperback Manufacturers in Dallas, Pennsylvania. Einer ihrer Mitarbeiter, Rick Golightly, gehört zu den freiwilligen Helfern der Heilsarmee, die momentan im Katastrophengebiet im Einsatz sind. Darüber hinaus hat die Arvato-Tochter an ihren Standorten Spendenboxen für den Katastrophenfond der Heilsarmee aufgestellt.

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