Lesung im Corporate Center: Mehr als 100 Mitarbeiterkinder verfolgen gebannt die Abenteuer des kleinen Drachen Kokosnuss

Er ist nicht sehr groß, er ist rot, er hat eine grüne Kappe auf – und er brachte es fertig, dass ihm rund 100 Kinder eine Stunde lang wie gebannt zuhörten, mitfieberten und immer wieder in wahre Begeisterungsstürme ausbrachen. Der kleine, schlaue Drache Kokosnuss war am Freitagnachmittag der absolute Star der Mal- und Mitmachstunde, die das Bertelsmann Intranet im Gütersloher Corporate Center für Mitarbeiterkinder organisiert hatte. Präsentiert wurde Kokosnuss von dessen Erfinder, dem Autor und Illustrator Ingo Siegner, der die Kinder mit Hilfe seiner Stimme, seiner Zeichenkünste, seiner Bilder und seines schauspielerischen Talents in die Welt von Rittern und Minnesängern, von Burgfräulein und Bösewichten, und natürlich von kleinen und großen Drachen entführte.


Genau wie Kokosnuss trugen übrigens auch die anwesenden Kinder eine Baseballkappe. Die war allerdings nicht grün, sondern blau mit einer aufgestickten Kokosnuss-Figur auf der Vorderseite, ein Geschenk, mit dem die kleinen Drachenfreunde im Alter zwischen fünf und neun Jahren direkt an der Tür begrüßt worden waren. Und während die Eltern die Gelegenheit nutzten, in Ruhe im Haussortiment shoppen zu gehen, oder sich in der Cafeteria bei Kaffee und Kuchen angeregt zu unterhalten, stiegen Stimmung und Lärmpegel bei den aufgeregten Kindern im Wintergarten des Betriebsrestaurants rapide an. Letzterer allerdings nur so lange, bis Ingo Siegner die kleine Bühne betrat, die mit viel Pappmachee liebevoll in eine Drachenhöhle verwandelt worden war. Dann wurde es mucksmäuschenstill, dann hatte der Kinderbuchautor die volle Aufmerksamkeit der Kinder.

Im Gepäck hatte Ingo Siegner sein allerneustes Drachen-Abenteuer, „Der kleine Drache Kokosnuss und der schwarze Ritter", das gerade erst bei CBJ erschienen ist. Und es war sogar das erste Mal, dass der Autor diese nagelneue Geschichte vor Publikum präsentierte. In seinem insgesamt siebten Abenteuer steht Kokosnuss vor der schwierigen Aufgabe, seinen Onkel Ingmar zu retten. Der ist nämlich von dem bösen schwarzen Ritter in eine gemeine Falle gelockt worden. Nun verlangt der Ritter das edle Burgfräulein Bruniberta zur Frau, denn wer den Drachen besiegt, darf Bruniberta heiraten und wird obendrein der neue Burgherr. Bruniberta ist untröstlich, denn sie liebt eigentlich Walther von der Blumenwiese, den Minnesänger. Kokosnuss aber weiß einen Ausweg: Zusammen mit Matilda und Walther schmiedet er einen Plan, Onkel Ingmar zu befreien. Doch dann stürzen Kokosnuss und Matilda selbst in eine Drachenfalle…

Und während sich die Geschichte entwickelte und immer spannender, aber auch immer lustiger wurde, war den Kindern eines schnell klar: Ingo Siegner spielte nicht nur den kleinen Drachen, er war der kleine Kokosnuss. Und dessen beste Freundin Matilda. Und sein Onkel Ingmar. Und der Minnesänger Walther. Und, und, und… Ingo Siegner wechselte die Stimmen, sprach mal laut, mal leise, mal hoch, mal tief, er wechselte Betonungen und Dialekte in atemberaubendem Tempo. Und das alles, während er eine große Zeichentafel mit dem Filzstift bearbeitete, und mit wenigen gekonnten Strichen eine Kokosnuss-Zeichnung auf das Papier warf. Oder während er mit weit ausgreifenden Schritten hin und herlief, während er auf und abhüpfte. Und dabei gab es keinerlei Distanz zwischen ihm und seinen Zuhörern. Stets bezog Ingo Siegner die Kinder in die Geschichte mit ein, sprach mit ihnen, fragte sie, ließ sie ihre Meinung darüber sagen, wie es in der Geschichte weitergehen soll.

Ihre eigenen Vorstellungen konnten die Kinder auch direkt im Anschluss an die Lese- und Zeichenstunde kundtun. Bewaffnet mit einem großen Blatt-Papier und einer Schachtel Wachsmalstifte hatten sie nun die Aufgabe, ihre eigene Version des Drachen Kokosnuss festzuhalten. Eine Aufgabe, der sich die Kinder mit Feuereifer widmeten, wobei einige der Drachen allerdings doch sehr viel gruseliger, bewehrt mit einer Unmenge von Zähnen, Zacken und Klauen, gerieten, als der harmlos und kindgerecht daherkommende Kokosnuss. Einige der Drachen, meist von Jungs gemalt, hatten darüber hinaus eine verdächtige Ähnlichkeit mit verschiedensten Dinosaurierarten. Zum Dank für ihre tollen Bilder durften die Kinder nicht nur die Malstifte behalten, jedes von ihnen bekam darüber hinaus noch ein von Ingo Siegner handsigniertes Exemplar von „Der kleine Drache Kokosnuss und der schwarze Ritter" geschenkt.

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