Buchclub in China startet Bücher-Kampagne für bedürftige Kinder
Wer eine Flaschenpost ins Meer oder in einen Fluss wirft, hofft stets, die Strömung möge die in der Flasche verschlossene Botschaft an einem anderen Ort an Land spülen, wo sie von einem Finder entdeckt wird. Das Motiv der Flaschenpost hat sich der Buchclub in China jetzt als Vorbild für eine Kampagne genommen, mit der bedürftige Kinder in den ärmeren Regionen Chinas mit Büchern versorgt werden sollen. Am vergangenen Donnerstag wurde die sechsmonatige Kampagne unter dem Motto „Drift Bottle: Sharing Books“ im Club-Center an der Fuzhou Road in Shanghai offiziell ins Leben gerufen.
Für die Kampagne ist der Buchclub eine Partnerschaft mit dem chinesischen Verlag „China Juvenile & Children’s Publishing House“ (CJCP) eingegangen. Gemeinsam wollen die beiden Partner das staatliche Charity-Programm „Project Hope“ unterstützen. Im Rahmen des Projektes werden in ganz China Schulen betrieben, die unterprivilegierten Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch ermöglichen sollen.
Und so funktionierte der Auftakt von „Drift Bottle“: 50 Kinder einer Grundschule aus Shanghai waren am vergangenen Donnerstag ins Club-Center an der Fuzhou Road eingeladen. Vom chinesischen Buchclub und CJCP erhielt jedes Kind ein Buch geschenkt, das sie nur unter der Voraussetzung behalten durften, dass sie es nach dem Auslesen an ein Kind aus dem „Project Hope“ weitergeben. Jedes der eingeladenen Kinder zog hierzu einen frankierten Umschlag mit der Adresse eines Kindes der „Hope“-Schulen. Wie eine Flaschenpost soll der Umschlag mit dem Buch nun von Kind zu Kind gehen.
Die Veranstaltung im Club-Center war dabei jedoch nur der Auftakt der „Drift Bottle Campaign“. In den nächsten sechs Monaten können Kunden in den insgesamt 48 Filialen in 13 chinesischen Städten ein speziell für die Kampagne herausgegebenes Buch kaufen, dass sie nach dem Lesen ebenfalls an die Kinder aus dem „Project Hope“ weitergeben. Aus einer Liste können die Kunden sich das Kind, das sie beschenken möchten, selbst aussuchen. Der Buchclub übernimmt dann alle Kosten für Verpackung und Versendung.
Um den Gedanken des „Sharing Books“, des gemeinsamen Teilhabens an Büchern, noch weiter voranzutreiben, fordert der Buchclub seine Kunden zusätzlich dazu auf, ihre Leseeindrücke zum Buch schildern und an den Buchclub zurückzusenden. Die besten Einsendungen werden dann im Magazin „Literature and Art for Juveniles“, einem populären Teenager-Magazin, veröffentlicht.

