Fußball ganz anders: RTL-Mitarbeiter verlieren gegen deutsche Nationalmannschaft der geistig Behinderten

Sprachen verbinden: Weil Hobbykicker Sascha Ramachers, von Beruf Mitarbeiter des Finanz- und Rechnungswesens bei RTL Television, zufällig den gleichen Spanischkurs belegte wie die Pressesprecherin der Fußballweltmeisterschaft 2006 für Menschen mit Behinderungen, Sabine Schmitz, entstand die Idee zum fußballerischen Kräftemessen zwischen dem Fußballteam aus RTL-Mitarbeitern und der „anderen“ Nationalmannschaft. „Anders“ heißt in dem Fall nicht körperbehindert – dafür gibt es die Paralympics –, sondern geistig behindert. Bei der letzten WM in Japan reichte die sportliche Leistung der deutschen National-Kicker sogar zum vierten Platz, Weltmeister ist derzeit England. Zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hatte nun das RTL-Team am 28. Mai die Ehre, ein Freundschaftsspiel in Köln zu bestreiten.

DFB-Nationalstürmer Lukas Podolski kam – als Zuschauer – nicht ganz pünktlich zum Anstoß, aber WM-Botschafterin und RTL-Moderatorin Ulrike von der Groeben sah sich das ganze Spiel an. Bei Temperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Marke erwies es sich letztlich vor allem für die Betriebsmannschaft des TV-Senders als Gnade, dass die Partie kurzfristig auf zweimal eine halbe Stunde begrenzt wurde. Schiedsrichter Jürgen Roters, ohne Pfeife besser bekannt als Kölner Regierungspräsident, leitete die fair ausgetragene Begegnung trotz der sengenden Sonne am Geißbockheim des 1. FC Köln souverän über beide Hälften.

Zur Halbzeitpause konnte die Mannschaft von RTL, verstärkt durch Comedy-Schrägvogel Piet Klocke, Porsche-Cup-Pilot Christopher Brück und „Unter Uns“-Star Kai Noll, den anfänglichen Rückstand dank eines Doppelpacks von RTL-Stürmer Swen Kostka auf 2:3 verkürzen, so dass es Hoffnung gab, dem Gegner im Nationaldress noch zu zeigen, wo der Hammer hängt. Doch im Verlauf des zweiten Durchgangs wurde dann schnell klar, dass der Altersdurchschnitt des RTL-Teams, das mangelnde Training, die brütende Hitze, die allgemeine Wasserknappheit, der Platz, das Quäntchen Glück und natürlich auch der Gegner zum sportlichen Untergang führen würden. Das Ergebnis spricht jedenfalls eine deutliche Sprache: 7:2 gewannen die Nationalfußballer gegen die RTL-Elite. „Es hat Spaß gemacht“, resümiert Teddy Schultze, Redakteur bei „Punkt 12“ und Off-Stimme des RTL-Mittagsjournals, „auch das anschließende Beisammensein bei Kölsch und Bratwurst. Wir freuen uns auf eine Revanche, dann hoffentlich gegen den neuen Weltmeister aus Deutschland!“

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