Leistung kennt kein Handicap

 

 
Knut Weltlich

 

Knut Weltlich ist Konzernbehindertenbeauftragter der Bertelsmann AG – und mit großer Leidenschaft bei der Sache, wenn es um die Schaffung von Rahmenbedingungen geht, die ein selbstverständliches Miteinanderarbeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen ermöglichen.

Einige Menschen glauben heute immer noch, dass körperliche Behinderung und Leistung am Arbeitsplatz einander ausschließen. Was können Sie diesen Vorurteilen entgegensetzen?

Weltlich: Vorurteile gegenüber behinderten Mitbürgern oder Kollegen basieren zumeist auf Unkenntnis, und da kann ich nur sagen: Erkundigt euch, sprecht mit den Leuten und macht euch klar: alles, was zählt, ist die persönliche Einstellung. Jeder Mensch mit einem Handicap, davon bin ich nicht nur fest überzeugt, sondern das erlebe ich tagtäglich – jeder Mensch ist in der Lage, seine volle Leistung zu erbringen, wenn sein Arbeitsplatz seiner Behinderung gerecht gestaltet ist. Die Möglichkeiten für Menschen mit Handicap, sich in der Berufswelt zu verwirklichen, sind immens. Man braucht sich nur umzusehen und zu informieren, denn Leistung kennt kein Handicap.

Bei Bertelsmann ist die Schwerbehindertenquote in den letzten drei Jahren kontinuierlich gestiegen. Was hat zu der höheren Beschäftigung von Menschen mit Handicap geführt?

Weltlich: Durch das gemeinsame Engagement mit unserem Vorstand konnten wir in den letzten Jahren ein Klima des Vertrauens gegenüber Menschen mit Handicap weiter aufbauen. So hat beispielsweise unser damaliger Vorstandsvorsitzender, Gunter Thielen, etwas sehr Kluges gesagt: „Menschen mit Behinderungen sollen nicht nur die gleichen Chancen wie ihre Kollegen ohne Handicap bekommen, sie sollen auch die volle Unterstützung des Arbeitgebers erhalten“. Es ist also vor allem dem Einsatz unseres Vorstands und dem Engagement von Liz Mohn und den Aktionen der Schwerbehindertenvertretung vor Ort zu verdanken, dass unsere Schwerbehindertenquote gestiegen ist. Viele unserer Mitarbeiter und Führungskräfte haben längst erkannt, dass eine Behinderung bei uns kein Hindernis ist.

Herr Weltlich, Sie engagieren sich auch bei der Entwicklung technischer Hilfsmittel, um Ihren Kolleginnen und Kollegen den Arbeitsalltag zu erleichtern. Wie kommen Sie auf Ihre innovativen Ideen wie den Stehrollstuhl, die Lichtrufmeldeanlage oder die Antiermüdungsmatten?

Weltlich: Meine Ideen kommen aus der täglichen Arbeit mit den Menschen vor Ort. Ich sehe mir die Probleme von Mitarbeitern am Arbeitsplatz an und überlege, welche Hilfsmittel die Arbeit verbessern könnten. Denn nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns jederzeit wieder genommen werden kann.

 

"Kein Handicap" – Bertelsmann integriert und fördert behinderte Mitarbeiter

Das Engagement der Bertelsmann AG ist darauf gerichtet, berufliche, wirtschaftliche und soziale Nachteile, die Menschen durch eine Behinderung erleiden könnten, auszugleichen.

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Konzernschwerbehinderten- vertretung

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